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ChiantiLife - aus dem Weinfass
Geschrieben von Christina Wespi   

Willkommen beim ChiantiLife Blog! "Wein macht an. Wein ist glücklicher Traubensaft." Hier dreht sich alles um das Glück, Wein so richtig zu genießen und speziell Chianti Classico.

Begossener Weihnachtsblues 

23. Dezember 2007

Kurz vor dem Weihnachtsblues und Supergau (wie es meine Freundin nennt, die ich aber hier nicht namentlich nenne) hier ein paar Tipps für alle, die sich statt an einem von Menschen erfundenen Fest lieber einen hinter die Binde kippen wollen. Natürlich sollte frau/mann wissen, was genau sie/er sich einflösst, also sprechen wir hier nicht von roter oder wahlweise weisser Plörre, die kommt und einen netten Kater hinterlässt (hier wollte ich eigentlich ein nettes Bild einfügen, evtl. klappt das noch). Hat es, ist glaube ich ein bissel gross geworden... den Kater sieht man aber oder? katerone

Also und um euch Feierwütigen hier den Weg zu vereinfachen, gibt es ein paar Tipps zum Chianti Classico, mit denen ihr bei jeder Party glänzen könnt und den interessantesten Mann oder die spannendste Frau zur nächsten Reise in die Toskana verführen könnt.

Los geht

Die Etrusker waren die ersten Bewohner der Toscana, welche u.a. die Kunst des Weinmachens in diese Region brachten. Es wird davon ausgegangen, dass diese auch die Sangiovese (San-dschovese ausgesprochen) Traube mitgebracht haben und heute ist man fast sicher, dass die Sangiovese eine autoktone Traube ist. Also ihren Ursprung tatsächlich hier in der Toskana hat.

Das Gebiet des Chianti Classico umfasst die gesamten Gemeindegebiete von Castellina in Chianti, Gaiole in Chianti, Greve und Radda in Chianti und z.T. die Territorien von Barberino Val d'Elsa, Castelnuovo Berardenga, Poggibonsi, San Casciano und Tavarnelle Val die Pesa. Die im DOCG registrierten Weinberge umfassen insgesamt 70'000 Ha, und machen dadurch den Chianti Classico zu einer der wichtigsten Appellationen in Italien. Die Bezeichnung "Chianti" findet sich in einer notariellen Urkunde erstmals 1398, jedoch wie oben erwähnt, wurden in diesem Territorium seit der Antike Reben kultiviert. Cosimo III sah sich 1716 dazu veranlasst, den prestigeträchtigen Wein und dessen Produktgrenzen per Edikt abzusichern. Wir sprechen hier vom Chianti Classico oder dem Wein aus der Welt des schwarzen Hahns.

Seit 1996 ist der Chianti Classico eine eigenständige Appellation und seit dem Jahr 2002 hat sich das Verhältnis Sangiovese und andere Trauben leicht geändert. Was früher hiess: mind. 75% Sangiovese, bis max. 10% Canaiolo, bis max. 15% Colorino und bis max. 6% Trebbiano und Malvasia (beides weisse Trauben) ist neu wie folgt: mind. 80% Sangiovese und 20% andere rote Trauben, nationaler oder internationaler Herkunft. Nationale Herkunft sind diese, welche in Italien ihre Heimat haben. Internationale sind z.b.Cabernet Sauvignon, Merlot etc. Ab dem Erntejahr 2006 dürfen die beiden weissen Trauben Trebbiano und Malvasia nicht mehr beigemischt werden. Fast alle Rebberge sind zwischen 250 - 600 müM und es herrscht ein kontinentales Klima. Im ganzen Gebiet finden sich steinige, wenig tiefe Böden, welche aus Sandstein, Kalkstein und Tuffstein bestehen. Die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten beeinflussen die Sangiovesetraube ziemlich stark. Eine sehr wichtige Charakteristika ist, dass Sangiovese immer einen Veilchenduft hat. Sandgestein gibt dem Wein danach ein blumiges Bouquet, Kalkboden einen Waldbeerengeschmack und Tuffboden eine frische Tabaknote. Wer eine gut trainierte Nase hat, der erkennt auf welchem Boden eine Sangiovese gewachsen ist.

Nachdem ein Rebberg neu bepflanzt ist, muss er 4 Jahre wachsen, bevor er in Produktion gehen darf. D.h. junge Pflanzen werden sehr wohl blühen und auch ein paar Früchte tragen, die sind aber noch nicht gut genug, um Bestandteil des Chianti Classico zu werden. Danach kann der Rebberg bis ca. 40 Jahre in Produktion sein. Je älter die Rebe, umso wertvoller und gehaltvoller wird der Wein daraus werden. Nach den genannten 40 Jahren, ist aber die Quantität zu gering, um weiterhin sinnvoll in Produktion zu bleiben. Man geht hier immer davon aus, dass es ein Weingut ist, welches von seinem Produkt lebt. Selbstverständlich kann man auch sehr viel ältere Weinberge sehen, die jedoch nur einen kleinen Teil ausmachen. Das im Chianti Classico die Rebberge nicht wirklich steinalt sind, hat damit zu tun, dass Ende der sechziger Jahre ein kleines Tierchen sämtliche Reben zum sterben brachte. Es handelt sich hier um die Reblaus (nicht zu verwechseln mit der Steinlaus...), die sich an die Wurzeln der Pflanzen hängte und ihr sozusagen den Saft absaugte. Nur die wilde amerikanische Rebe ist von Natur aus resistent gegen diesen Schädling. Heute ist jede Rebe, welche im Chianti Classico und Chianti Gebiet zu sehen ist, auf den Wurzeln der wilden amerikanischen Rebe aufgepfropft. Die Rebe muss gepflegt, geschnitten und ausgedünnt werden, um den hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden. Jeder gute Winzer weiss auch, dass nur gut gepflegte Reben einen guten Wein geben. Hierfür wird auch streng darauf geachtet, dass nur eine bestimmte Anzahl Trauben am Stock bleiben darf. Im Chianti Classico sehen diese Richtlinien folgendermassen aus:

Jaaa und jetzt würdet ihr gerne mehr wissen gell? Ich mag aber nimma. Also müsst ihr warten, euch schon mal mit einem netten Chianti Classico Riserva am Besten aus dem Jahr 2003 (für 2007 ist es halt noch zu früh) eindecken und mit dem Glas in der Hand warrrten.

Carissimi saluti

Chris 

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Kommentare (6)
1. 15-12-2008 11:54
Hallo Chris,  
die Lammkeule soll mit Kruste sein und ganz klassisch mit Rosmarin, Thymian, Wacholderbeeren (in der Sauce), Pfeffer und Salz gewürzt werden. Dazu gibt es Klöße (Thüringer) und Rotkraut (das wird mit Apfel, Nelken und etwas Balsamico verfeinert).  
Bin gespannt auf Deine Empfehlung.  
 
Viele Grüße Christine
Geschrieben von: Christine (Gast)
2. 27-11-2008 11:09
Ciao Christine 
 
Könntest du mir sagen welche Gewürze du nehmen wirst und wie du die Lammkeule machst? Also gebraten mit Kruste oder "in umido" (in Sauce gekocht). Dann gebe ich dir sehr gerne ein paar Tipps.
Geschrieben von: Christina (Gast)
3. 27-11-2008 07:39
Hallo Christina,  
bin noch auf der Suche nach dem perfekten Wein für eine mediterrane Lammkeule (Weinachtsessen). Hättest Du nicht eine Empfehlung?  
Viele Grüße 
Christine
Geschrieben von: Christine Hamm (Registriert)
4. 30-04-2007 13:38
Hallo Christina, 
 
wie hast Du Dir CSS und XHTML so schnell beigebracht? Literaturtipp? 
 
Spok7, aus dem wettermäßig italienisch anmutenden Norden
Geschrieben von: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können (Gast)
5. 24-04-2007 19:50
Wenn gar nichts mehr geht, dann setz ich mich mit meinem Lieblingsbier aus Budweis aber dem Original vor den Computer und hack rum, bis es geht... oder auch nicht :grin  
 
Die Seite ist mit Firefox und Opera perfekt. Nur IE macht Faxen.  
 
cari saluti 
 
Christina
Geschrieben von: Christina Wespi (Registriert)
6. 24-04-2007 10:04
19. 04. 2007  
 
Hi Christina,  
 
hast du dein Problem lösen können? Wann dürfen wir denn einen Blick auf deine neue Seite werfen. Und mit welchem Wein tröstest du dich, wenn so gar nichts geht?  
 
Inca
Geschrieben von: Inca Vogt (Registriert)

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