| DivaLife |
| Geschrieben von Birgit Bauer | |
|
Seite 7 von 39
Freitag, 18. Mai
Wenn Männer Röcke übersehen Mögen Sie monoglisches Essen? Eine feine Sache. Besonders in meinem Lieblingsrestaurant. Man nimmt einen totalen Monoglesen und bekommt neben einer Suppe freie Bahn am Buffet. Das Buffet besteht aus rohen, schon klein geschnippelten Köstlichkeiten, die man je nach Lust und Laune in eine Schüssel schaufelt, die man in ein Brett mit Loch stellt. Auf jenem gelöcherten Brett steht die Tischnummer und die Kurzbezeichnung der Marinade, in der der Koch die Mischung brutzeln soll, so daß die gewünschten Leckereien auch beim richtigen Besitzer landen. Dazu gibt es feinen Basmatireis. Es ist eine leckere Angelegenheit und für jeden Geschmack gibt es etwas. Und für mich ideal, denn, ich esse wie eine kleine Raupe mit 7 Köpfen und mindestens genauso viel Mägen. Langsam, beständig und immer wieder. Und ich neige dazu, öfter als 3 mal zum Buffet zu stöckeln und mir eine neue, bunte Mischung aus Gemüse, Gewürzen, Fleisch, Fisch und anderen netten Sachen zu basteln. Die Marinaden sind von schwach scharf bis ganz scharf und sehr lecker. Ganz scharf bedarf aber immer einer gewissen Flüssigkeitszufuhr. Und das wiederum bringt uns zum Thema. Den Gang zur Toilette. Wie in jedem Restaurant gibt es sie. Für Männer das normale Männchen, bei Frauen gibt es das Frauchen mit Rock. Eigentlich, eine klare Kennzeichnung für jeden Besucher könnte man meinen. Zumindest, solange man noch so klar im Kopf ist, um es zu unterscheiden. Und selbst in meinen kühnsten Sauforgien erkenne ich noch die richtige Tür zur richtigen Toilette. Aber, bei Männern ist das anders. Ich ging also, um mir mein Näschen zu pudern und betrat wie gewohnt die Röckchentür. Steht ein Mann im Vorraum und sieht mich verwirrt an. "Sie sind hier verkehrt!" meint er. "Nur, wenn ich Mitglied im anderen Verein wär, aber, auch wenn ich Jeans trage, bin ich hier richtig!" sage ich zu ihm und sehe ihn grinsend an. "Wie jetzt?" fragt er noch verwirrter. Ich öffne die Türe soweit, dass man das Schildchen sehen kann. "Also, nicht dass ich ein Problem hätte, wenn sie hier ihr Geschäft erledigen möchten, scheint auf dem Örtchen für Männer ja grad mächtig was los zu sein, aber, hier ist meine Toilette, sehen sie, das Männchen da ist eine Frau, die hat da ein Röcklein an!" feixe ich lachend und sehe den total verwirrten Kerl an. Gar nicht unattraktiv, aber, sichtlich total verwirrt und vielleicht angeheitert. "Ach, deswegen hats hier keine Pißbecken!" sagt er. "Na ja, wenn Mann drauf wert legt, dann ist das hier wohl das falsche Örtchen!" lache ich und warte ab. Er wird knallrot. Und weil ich ja ein freundlicher Mensch bin, biete ich ihm Folgendes an. "Aber, wenns so dringend ist, dann kannst ja gern eine der Kabinen benutzen, das wird ja wohl gehen oder?" Dabei schaue ich total verständnisvoll und ruhig zu dem Kerl, dessen Gesicht mittlerweile hochrot ist. "Äh nein, ich geh dann lieber zu uns!" Na schön, gehst halt. Ich habe ihm sogar die Tür aufgehalten. Der arme Kerl. Und ich habe ihm die Tür gezeigt, wo das Männchen noch total Mann ist und eine Hose anhat. Ja, ich sags ja, in Zeiten von Metrosexualität und Männerröcken ist es halt doch schwierig, den kleinen Unterschied bereits an der Toilettentüre zu erkennen.... Herzlichst
Birgit, Diva
|
| < zurück |
|---|