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Zum Valentinstag schenken Frauenversteher:

Ladylike: iPhone 4S, ein iPhone Diary mit Nebenwirkungen

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DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
Beitragsinhalt
DivaLife
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Mein Bag - Office speckt ab

Ich habe ein Problem. Meine Tasche ist randvoll mit Kleinigkeiten, die das Leben doch ein wenig entspannter machen. Auch wenn man sie nicht wirklich brauchen würde, ist es doch gut zu wissen, dass sie da sind. Tief vergraben lümmeln sie in den Seitenfächern unserer Shoppingbags und legen mit uns Kilometer um Kilometer zurück, ohne jemals das Licht der Welt zu erblicken.

Es gibt Tabletten, die die Frau aufräumen, Kopfschmerzen vertreiben, gerne Sekundenkleber, Ersatzstrümpfe, Kugelschreiber und Einkaufszettel, Pillenrezepte, Kondome, dreierlei Lippenstifte und Ersatzohrringe. Alleine diese Liste wäre eigentlich schon einen Kommentar wert, da wir aber alle wissen, wie es um unser Leben mit Tasche bestellt ist, weiß sicherlich jeder, von was ich da spreche.

Das ist die normale Tasche. Dann schenkte uns der Designer die XXL Bags. Und sie wurde zum Office. Also meine. In den letzten Tagen fiel es mir auf, sie wird immer schwerer. Ich schleppe ein halbes Leben (der Rest wohnt in meinem fahrbaren Kleiderschrank, der sich auch gerne Auto nennen darf) mit mir herum und ermöglicht mir berufliche Schritte quasi zwischen Shoppingbummel und Geschäftstermin. Aber es ist schwer. Nicht das Geschäft, das Riesenteil von Tasche, das eigentlich lässig an meiner Schulter baumeln soll, mich aber irgendwie schief werden lässt, wenn ich sie mit mir herum schleppe.

Ich habe also beschlossen, dass meine XXL Bag abnehmen muss. Passt zu mir, zum Frühjahr und zu meinem neuen, leichten Leben, das ich mir vorgenommen habe. Leichtsinnigerweise, denn ich kann nicht ohne mein Kosmetiktäschchen, mein Handy, meinen Lippenstift, meine Schlüssel und mein ca. 500 g schweres Portemonai.

Abnehmen ist also schwierig. Und da ich neuerdings zusätzlich mit Kalender, Stiften, Post It Blöcken, einem Roman und einem Notizblock beladen bin, ist es noch schwieriger, denn auch diese Dinge brauche ich zwingend. Meine Tasche ist also zum "Bag Office" mutiert. Neben dem Home Office. Fehlt nur noch das Notebook, das ich mir aber mit knirschenden Zähnen verweigere und im Falle brillianter Ideen auf mein Notizbuch zurückgreife.

Wie nimmt man also eine Tasche ab? Wieviel Pfund kann Frau allein durch die strikte Rationalisierung eines "Bag Offices" verlieren? Wie macht man ein Entschlackungsprogramm für stark belastete Handtaschen?

Nun, ich hatte eine nette Idee. Derzeit bin ich auf der Suche nach einem Handy, das nicht nur telefonieren kann, sondern eins, das sich Termine merkt, Notizen schluckt ohne zu protestieren, mir Kontakte anzeigt, den Weg weist, zur Not noch Daten überträgt, sich Flugverbindungen und Bahnsteige merkt und mir rechtzeitig Bescheid gibt, wenn ich aufstehen muss. Eine eierlegende Wollmilchsau für Frauen. Denn, es sollte bitte auch stylish, leicht bedienbar und schnell sein und gut in der Hand liegen.

Es darf nicht mehr wiegen als meine Geldbörse und sollte sich im Geheimen auch diverse Geheimpasswörter merken können, die mir gelegentlich entfallen und mich dann zu äußerst umständlichen Aktionen zwingen.

Ergebnis der Abspeckaktion wäre, dass ich meine ganzen Daten ohne Kalender mit mir führe, ich könnte mindestens 3 Dinge aus der Tasche nehmen. Und als Bonus verzichte ich neuerdings darauf, Ersatzlidschatten mitzuführen und mich auf Concealer, Puder und Mascara zu beschränken. Macht auch noch einige Gramm weniger. Ebenso ist ein einfacher Druckbleistift neuerdings mein Favorit, mit eingebautem Radiergummi und nur noch ein Minipost it Block, der auch wirklich ausreicht, wie ich feststelle.

Mein Bag Office schafft es also, und die Tasche selbst steht nicht mehr vor dem Henkelkollaps und will mich nicht mehr ständig loslassen. Ausserdem gehen wir jetzt wieder geraden Schrittes durch die Welt. Und meine Umgebung ist begeistert von meiner neuen "Schlankheit".



 
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