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Eine ungewöhnliche Liebeserklärung zum Valentinstag:

Ladylike: iPhone 4S, ein iPhone-Diary mit Nebenwirkungen

Das schenken Frauenversteher zum Valentinstag: Tipps und Tricks zum Apple Trendsetter iPhone 4S. Eingekleidet in alles, was das Leben prall, kompliziert, spannend und bunt macht. Ladylike: iPhone 4S

Für eure Liebste gibt es je nach Status: eine schmunzelnde Therapie gegen Technophobie mit Heilungschancen. Einen ansteckenden Liebesvirus (auch) zu Apples iPhone-Tausendsassa, der sich auf über 250 Seiten als Lifestyle-Assistent mit Sternchen beweist. Geteilte Äpfelchenfreude beim hemmungslosen Nutzen des iPhone als Überlebenshilfe im Liebes-, Lebens-, Berufs- und Lipstickdschungle. 

Ein Geschenk mit Herzchen, gerne mit Blumen, iPhone:-) und coolem Zubehör: Ladylike: iPhone 4S

Auf den Buchtitel klicken und am 14. als Frauenversteher punkten:-)

 
DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
Beitragsinhalt
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Push it Baby

Jetzt im Fasching oder auch im Karneval, wie der Rheinländer die närrische 5. Jahreszeit bezeichnet scheint es, als wären alle ein wenig auf der Jagd. Die Suche nach DEM Kostüm des Jahres beginnt Wochen vorher und die Pläne zur Erstürmung der Faschingshochburgen werden geschmiedet.

Dass dazu natürlich auch eine entsprechende Ausrüstung unter dem Prinzessinnenkleid, dem Hexenmantel oder dem sexy Teufelchenoutfit gehört, ist wohl keine Frage!

Ich gehe als Prinzessin. In diesem Jahr. Das Bengelchen im Engelchen wollte einfach nur schick aussehen und Dekollté zeigen.

Und was braucht man dazu? Den richtigen BH ! Push it Baby !

Auf der Suche nach dem perfekten "Untendrunter" wurde ich schnell vor die Wahl gestellt. Den klassischen Wonderbra, der mit Kissen richtig "aufträgt" und ein Mörderdekollté macht oder einen klassischen BH fürs Ballkleid?

Das Teil, was Eva Herzigova als "Miss Wonderbra" 1994 berühmt und viele Frauen neidisch machte, ermöglichen sogenannte "Cookies". Einlagen die eben das, was man hat, noch voluminöser gestalten.

Er ist ein wenig unbequem, aber durch immer schönere Designs und das noch schönere Fotomodell wurde das Teil spätestens 94 zum Hit. Obwohl er ja bereits 1961 von der Designerin Louise Poirier für eine kandadische Unterwäschefirma kreiert wurde.

Ich stand da, das Kleid in der einen, die "BH-Frage" in der anderen Hand.

Bereits vor ca. 6500 Jahren gab es BH´s. Frauen auf Kreta und in Sparte verdeckten ihre Brüste bereits, indem sie sie abbanden um männlicher zu wirken. Nicht das richtige für mein Kleid.

Im Mittelalter trugen die Damen Binden aus Leinen um ihren Busen zu bedecken und zu schützen. Anfang des 19. Jahrhunderts griff man zuerst zu Brustleibchen und als man bemerkte, dass Brustwarzen durchschienen, wattierte man sie. Ein Vorbild für das spätere Korsett.

Korsett? Nein, zu eng, wenn auch sexy von wegen schmaler Taille. Ich suchte weiter.

Den modernen BH, so wie wir ihn vom Grundkonzept heute kennen wurde von Herminie Cadolle ca. 1889 patentiert. Weitere Patente folgten.

Sigmund Lindauer ans Cannstatt entwickelte als Erster einen BH für die Serienfertigung. Das war 1912. Der gute Mann hatte wohl ein bißchen Mitleid und ein kaiserliches Patent. Denn er fertigte seinen BH ohne Längs- und Querstützen aus Bein und Knochen.

Die Amerikanerin Mary Phelps - Jacobs entwickelte einen Ersatz für das Mieder. Zwei Tücher und einige Bänder wurden zu einem Wäschestück, das sie 1914 patentieren ließ und dann an die Warner Brothers Corset Company verkaufte. Für 1500 US Dollar. Wenn man bedenkt, dass die Supermodells dieser Welt Millionen schwere BH´s auf dem Laufsteg für Victorias Secret tragen, ein wirkliches Schnäppchen.

Einen Diamanten BH hätte ich auch gerne. Wäre eine wirklich tolle Erweiterung meines Prinzessinnen Outfits. Aber gut, ich war ja auf der Suche nach dem perfekten, bequemen und Abendtauglichen Dekollté. Schließlich ist man als Hoheit für die 5. Jahreszeit vielen Verpflichtungen ausgesetzt. Prinzen küssen, Frösche enttarnen, "Wurfmaterial" auffangen (aber bitte nicht mit dem Ausschnitt), tanzen und schön aussehen. Das alles wollte ich in meinen zwei Körbchen für den perfekten Sitz schon vereinen.

Gott sei Dank haben wir die Zeit des engen Korsetts hinter uns. Das löste der BH nämlich zur Zeit des 1. Weltkrieges ab. Die 20er Jahre verlangten lose Kleider und somit war die enge Schnürung nicht mehr notwendig. Zeit zum Durchatmen und Zeit für Leinen, Seide, Musselin oder Batist über den Oberweiten der Damen. Dazu kombinierten sie dann auch gerne Hüfthalter und Strapse.

Ich habe mich übrigens für eine bequeme Seiden - Baumwollmischung entschieden. Ein bißchen Spitze, passender Slip. In passender Größe natürlich und nach einigem Probieren. Die BH- Grössen wurden übrigens in den USA entwickelt. Anfang 1930. Man teilte A-, B- und C Körbchen ein und nahm zwei Maße, um zu wissen, welche Grösse Frau benötigt. Das ist auch heute noch so.

Und die große Auswahl, die mir meine Prinzessinnenentscheidung noch schwerer machte, die machte einen Wandel durch. Von sanft gerundet um 1930, spitz um 1950, futuristisch oder auch eben als Push Up ab 94 gab es viele Modelle und auch die Entwicklung der Materialien macht eine Auswahl spannend. Von leichter Microfaser bis hin zur klassischen Baumwolle, von sportlich gesund bis sündig offenherzig kann Frau alles ausprobieren. Farbig, frech und sexy kommen unsere täglichen Begleiter daher und verführen uns und diejenigen, die unser "Untendrunter" zu sehen bekommen.

Der Nahkampf mit meinem BH-Set unter dem Kleid war übrigens recht angenehm. Mein Dekollté glänzte und "Push it Baby" gab ihm dezent, aber wirkungsvoll genau die richtige Form.......und der Prinz war extrem begeistert, als ich mich hoheitsvoll aus dem Gewande schälte.


 
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