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Zum Valentinstag schenken Frauenversteher:

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DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
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Jane vs. Grace
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Armes Mädchen


Jane vs. Grace...

... das ist die Frage. Eine schwierige Entscheidung würde ich sagen. Und davor zu stehen und eine der Damen zum persönlichen Favoriten zu küren, ist wirklich nicht so einfach, wie man es sich vorstellt.

Zum einen die Stilikone der Sechziger Jahre, Jane Birkin.

Die gebürtige Londonerin schaffte ihren Durchbruch in einer Rolle als Fotomodell in Michelangelo Antoninis Kutlfilm "Blow up", der die goldene Palme bei den Filmfestspielen in Venedig erhielt.

Als Sexsymbol gefeiert konkurrierte sie Ende der Sechziger Jahre mit Brigitte Bardot und veröffentlichte 1969 das Lied "Je t´aime.....moi non plus". Ein eigentlich mit der Bardot aufgenommener Dialog über das schönste und spannende Thema der Welt.

Erst in den Achzigern spielte Jane in einigen seriösen Filmen in wichtigen Rollen und festigte so ihren Ruf als ernsthafte Künstlerin. Doch der Mythos der Sechziger haftet ihr nach wie vor an.

Grace dagegen, das Gegenteil. Grace Patricia Kelly, geboren 1929 in Philadelphia war Tochter eines Bauunternehmers und hatte doch einige berühmte Verwandte, die gerade im Bereich Schauspiel und Kunst bereits ihre Spuren gezogen hatten. Sie interessierte sich früh für Ballett und Theater, machte einen Abschluß an der American Academy of Arts in New York und arbeitete als Fotomodell.

Ikone, zuerst Schauspielerin, Muse von Hitchcock und dann Fürstin von Monaco. An der Seite des verstorbenen Fürst Rainier regierte sie glamourös und voller Stil. Sie spielte mit Cary Grant über den Dächern von Nizza, schaute durch das Fenster zum Hof mit James Stewart und sang über die wahre Liebe mit Gary Cooper.

Bis sie eben 1956 den Fürsten heiratete und zur First Lady wurde.

Beide Frauen sehr eigen, glamourös und voller Geheimnisse. Und doch haben sie eine Gemeinsamkeit.

Sie brauchten eine Tasche. Und sie bekamen eine. Aus dem berühmten Haus Hermès.

Fürstin Gracia Patricia versteckte ihren Babybauch hinter der bereits 1930 entwickelten, trapezförmigen Tasche mit festem Boden. Grace Kelly wählte die Tasche als sie sich mit dem Fürsten verlobte und selbst bei der standesamtlichen Trauung hatte sie ihre französische Begleiterin dabei.

Und da Grace Kelly bereits als Schauspielerin als Stil - Ikone galt, stieg die Nachfrage nach der Tasche enorm und so als die Fürstin Ende 1956 auf dem Titel des "Life - Magazins" abgebildet war und zwar mit der Tasche, war klar, wie das Modell heißen sollte. Die "Kelly" Bag wurde geboren. Und die Fürstin ließ sich bis zu ihrem tragischen Tod ausschließlich mit der nach ihrem Mädchennamen benannten Tasche blicken.

Jane Birkin trug zunächst auch Kelly. Aber nur kurz. Die Kelly - Bag hatte zu wenig Platz.

Die "Birkin - Bag" entstand auf einem Flug von New York nach Paris, wo sich die Schauspielerin und der damalige Vorstandsvorsitzende von Hermès, Jean - Louis Dumas trafen.

Birkin, die damals Mutter von drei Kindern war, bemängelte das Fassungsvermögen der Kelly - Bag und fing an, mit Dumas im Flugzeug auf Servietten eine neue Tasche zu entwerfen. Dumas gefielen die Ideen von Birkin und so bekamen die Designer die Anweisung, den Prototypen für diese neue Tasche zu fertigen.

Beide Taschen sind Henkeltaschen mit einem festen, rechteckigen Boden. Die Birkin ist grösser als die Kelly. Birkin ist eher wie ein hochgestelltes Rechteck, besittzt zwei Griffe, die sich am Rand der Tasche und nicht wie bei der Kelly auf dem Überschlag befinden.

Die Birkin hat einen Bauch, während die Kelly eher feste Formen hat und zierlicher, ja fast damenhafter wirkt. In die Birkin kann man richtig viel hineinpacken, was für mich der absolute Vorteil ist, denn ich führe gerne immer alles für alle Fälle mit mir. Was sicherlich bei der Kelly nicht so gut möglich wäre, denn sie ist dafür nicht gebaut.

Die Befestigung der Riemen und auch die Ösen, Verarbeitung sind gleich. Lediglich bei der Birkin ist die Verarbeitung und Sicherung etwas stabiler gearbeitet.

Beide Taschen sehen perfekt aus. Sind aus feinsten Materialien, mit Goldbeschlägen  und passen zu Jeans genauso wie zum Kostüm. Sie veredeln ein Outfit und wenn man sie möchte, muss man sich auf Wartezeiten einreichten. Über ein Jahr gilt es, sich zu gedulden und für die Anschaffung zu sparen.

Denn egal welche man nimmt, beide sind eine Investition fürs Leben. Beide Taschentypen sind beliebtes Must - Have bei den Stars, wobei derzeit wohl eher Birkin punkten dürfte, da die Damen immer wieder nach den großen Taschen greifen. Stylish aus verschiedenen Lederarten gefertigt, baumelt sie am Arm der berühmten Schönheiten und lassen diejenigen, die sie nicht haben mit Stielaugen hinterher schauen.

Ich bin wohl eher Typ "Birkin - Bag" und werde mein Sammelsurium aus Moleskine, Schminktäschchen, Handy, Geldbörse, Ersatzstrümpfen, I-Pod und Buch und vielen anderen Notwendigkeiten wohl nächstens in einer genau solchen versenken.

Und die "Kelly - Bag", die kaufe ich mir, wenn ich groß bin und ladylike mit ganz wenig Inventar auskomme. Außer es kommt vorher ein edler Sponsor und beschenkt mich damit. Am liebsten in Cremefarben oder warmem Schokoladenbraun bitte.



 
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