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Zum Valentinstag schenken Frauenversteher:

Ladylike: iPhone 4S, ein iPhone Diary mit Nebenwirkungen

Für eure Liebste gibt es je nach Status: eine schmunzelnde Therapie gegen Technophobie mit Heilungschancen. Einen ansteckenden Liebesvirus (auch) zu Apples iPhone-Tausendsassa, der sich auf über 250 Seiten als Lifestyle-Assistent mit Sternchen beweist. Geteilte Äpfelchenfreude beim hemmungslosen Nutzen des iPhone als Überlebenshilfe im Liebes-, Lebens-, Berufs- und Lipstickdschungle. 

Per Klick auf den Buch-Titel* gehts zum ultimativen Valentinsgeschenk. Gerne mit Blümchen, coolem Zubehör und iPhone...

 
DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
Beitragsinhalt
DivaLife
Männerkosmetik
sportliche Schweinehunde
Luftige Gummiclogs
Wartezimmer
Bin ich Mann?
Kleiner Unterschied
BBQ
LayerLook und Brille
Habla espanol
Weiße Basics
Piraten ahoi
Handicaps
Einmal Waschen und Fönen
Frau sein
Mary Poppins´ Tasche
Isse cremig?
Alles Bio? Logisch!
Monteure und Dessous
Dolce, dolce, dolce
Back again
Mein neuer Lover
Feine Pinkel
Wilde Parties, mondstichig
Italien, Mode und ...
Behütete Momente
Packendes
Kochende Leidenschaft
Laufmaschenqueen
Danke Jonas Hanway
Glamour Queen
Schau mir in die Augen
Jane vs. Grace
Candyshop
Push it Baby
Bag - Office
Beschuhte Hände
Ligne Corolle
Armes Mädchen

Alarm der feinen Pinkel

Ganz ehrlich, ich hasse es, meinen Koffer packen zu müssen und zu verreisen. Ich stehe Stunden vor dem Kleiderschrank, versuche mich wirklich daran zu halten, daß ich nur das Nötigste einpacke und ende doch im Desaster. Ich habe mindestens 3 Kilo Outfit zu viel im Koffer und mindestens 2 Paar Schuhe die ich nie tragen werde. Das alles zerrt wirklich an meinen Nerven und ich bin Tage vor dem Verreisen schon ein nervliches Wrack. Denn die Angst, immer das Falsche zum Anziehen dabei zu haben verfolgt mich wie ein Schatten. 

Aber gut, musste ich durch. Frau ist schließlich Autorin und die Verlegerin derselben wünschte selbige für einen Minifotoshoot, eine Besprechung und eine Planung in Köln zu sehen. Bitte sehr, bitte gleich, ich kam also angerauscht. Traf mich mit der Kollegin und wir fuhren unsere Termine ab. Ich mag Großstädte übrigens gerne, hab ich das schon erwähnt? Aber, dazu irgendwann mehr.

Heute mal die Airports dieser Welt und die Möchtegerns, feinen Pinkel und Promis. Promis sind teilweise echt richtig gut. Annette Frier beispielsweise. Kam aus London und schwärmte von den Boutiquen, während eine Kollegin von ihr im Münchner Zeitungsladen heftig berlinernd nach einem Kindermagazin suchte. Schön! Annette sieht so aus wie im Fernsehen, die Frau ist echt und supersympathisch, die Kollegin? Na ja. Der Name ist mir leider auch entfallen. Aber sie wars! Ganz bestimmt! Ach ja, Willi aus dem Bayrischen Fernsehen, von "Willi wills wissen" ist auch ein Netter. Sehr authentisch.

Und, das Schöne an diesen Herrschaften war, sie benahmen sich völlig normal, während einige feine Pinkel (Milchbubis um die 25) meinten, sie bräuchten 3 Paar Extrawürste mit noch mehr Extrasenf.

Mann kommt an, zwei Handys und Notebook auf dem Schoß. Dazu ein dezentes Köfferchen, in einem Ohr die Handy - Stöpsel im anderen Ohr den IPod. Gut, den hab ich auch dabei, aber, ich hänge sicherlich nicht superwichtig an zwei Handys gleichzeitig und höre mir noch den neuesten Wirtschaftspodcast an. Für was auch? Im Flieger kann ich die Welt nicht ändern, da ist telefonieren verboten und surfen kann man auch nicht.

Ein Pinkelchen fiel mir aber besonders auf. Kam an, ganz der Coole. Mit Brille und einer Nuance Gel zuviel im schwarz getönten Haar. Mann stand auf Kosmetik. An und für sich auch nicht übel. Wenn es nicht von allem eine Idee zuviel gewesen wäre. Nun gut, Pinkelchen kam mit einer Kollegin, die es sich auf den Stühlen der Wartezone bequem machte und in einer Zeitschrift blätterte. Ganz cool saß sie da und orderte nebenbei ein Auto für München, während er lautstark in eines seiner Handys polterte und eine Statistik verlas. Das Wort zum Freitag. Pinkels neueste Statistik der Firma Sounso. Hat alle mächtig interessiert.

Während Pinkelchens Kollegin stylish, wohl duftend und im wirklich sehr guten Kostüm da saß, hatte er protzige Manschettenknöpfe, eine 2 cm zu lange Hose, ein "wenig" unpassende Schuhe (die Socken erwähne ich nicht, die ware eine Beleidigung!) und auch zu lange Sakkoärmel. Man könnte auch meinen, daß bei einem Anzug hochwertiger Machart solche Details wirklich passen. Taten sie aber nicht. Kurz und gut, Pinkel weigerte sich grundsätzlich.

"In die Krümel anderer Leute setze ich mich nicht!" "Der Pool wurde um 22.00 Uhr geschlossen, obwohl ich noch ins Gym wollte, Frechheit!" "Im Maritim in Köln durfte ich den Pool, der ja nicht meinen Ansprüchen entspricht, unbegrenzt nutzen und bekam einen Extrabademantel." "In England ist ein Gym gewesen, das war nicht nutzbar, da hingen lauter Muskelbepackte rum!" (Hätte dem leicht schmächtigem Kerlchen auch nicht geschadet!)  "Ein Pool muss eine gewisse Grösse haben, sonst nutze ich ihn nicht!" "In meinem Zimmer fand ich die vorbestellte Flasche Wasser nicht vor, da hab ich aber Rabbatz geschlagen!" "Scheiße, die haben nur Eco, ich wollte ja eigentlich einen Businessflug haben!" "Ich verstehe sowieso nicht, wieso wir mit dem Pöbel fliegen müssen!" "Ich lese ja regelmässig Styleguides um wirklich up to date zu sein!" Blablabla.......blasiertes Pinkeltum wie es wohl nicht besser sein könnte oder? Seine Kollegin wischte ihm das Stühlchen ab, bedauerte den armen Tropf und seine "schlimmen" Poolerlebnisse und meinte, es wäre doch für 50 Minuten egal, wo er sässe.

Ich saß mit dem Rücken zu ihm und hörte ihm eine gute halbe Stunde zu. Der Flug war verspätet und so hatte ich Gelegenheit den Pinkel genau zu erforschen. Was der Pinkel aber übersehen hatte war, dass er beim Gang zur Toilette (ja, er ging auf die Toiletten, wo schon andere vor ihm waren, eigentlich hätte ich hier auch Pinkelalarm erwartet!) vergaß, seine Hemdknöpfe zu schließen, was zur Folge hatte, dass uns ein Nabel angrinste, der von einem wirklich netten Haarkranz umrahmt war. (Wozu auch immer er das Hemd öffnen musste!) Das war zuviel. Pinkel stand also schlaksig an eine Säule gelehnt und sonderte Wirtschaftsweisheiten ab, murmelte Unverständliches über Designer und Mitreisende.

Und als wir endlich einsteigen konnten, stand ich auf, drehte mich um, lächelte ihm freundlich ins Gesicht und meinte: "Tja, feine Leute wie Sie sollten bei allem Styleguidestudium nicht übersehen, dass das Hemd auch in der Höhe des Nabels diverse Knöpfe zum Schließen hat und nicht jeder von einem so stylishen Nabel mit Haarkranz wie dem Ihren geblendet werden will!" Treffer versenkt! Er wurde rot, ich grinste. Er nestelte am Hemd und seine Kollegin hielt ihm lachend das Sakko. Armer Pinkel. Oder?

1:0 für die Diva, die gestern in Jeans, Mokassins und Khaki Parker ganz stylish auf Vintage getrimmt und dezent reiste!



 
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