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Zum Valentinstag schenken Frauenversteher:

Ladylike: iPhone 4S, ein iPhone Diary mit Nebenwirkungen

Für eure Liebste gibt es je nach Status: eine schmunzelnde Therapie gegen Technophobie mit Heilungschancen. Einen ansteckenden Liebesvirus (auch) zu Apples iPhone-Tausendsassa, der sich auf über 250 Seiten als Lifestyle-Assistent mit Sternchen beweist. Geteilte Äpfelchenfreude beim hemmungslosen Nutzen des iPhone als Überlebenshilfe im Liebes-, Lebens-, Berufs- und Lipstickdschungle. 

Per Klick auf den Buch-Titel* gehts zum ultimativen Valentinsgeschenk. Gerne mit Blümchen, coolem Zubehör und iPhone...

 
DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
Beitragsinhalt
DivaLife
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Armes Mädchen

Der neue Lover. Oder unterkoffeinig 

Seit neuestem habe ich eine neue alte Leidenschaft. Und eine Affaire mit einem heißen Lover. Schwarz, stark und  voller Power kommt er daher. Verführt mich raffiniert mit seinem Aroma, zerläuft mir auf der Zunge und weckt den Wunsch nach mehr. Er kitzelt mein Näschen, spielt mit meinem Geschmack und ist unheimlich vielseitig begabt.

Es ist der Kaffee, nein, kein Mann (aber trotzdem der, weil masculiner Artikel, also ideal für eine Affaire für eine Frau wie mich!). Wieso auch, wenn dieser Kerl einer der vielseitigsten Kerle überhaupt ist?  

Zur Zeit benötige ich regelmässig meine Ladung Koffein aus der schwarzen Bohne. Sonst werde ich unterkoffeinig und unleidlich. Unterkoffeinig ist eine neue Wortkreation meinerseits. Ein Wort, ein Zustand und kein einfacher wenn nicht zufällig irgendwo jemand weilt, der mich schnell mit einem Espresso versorgen könnte. Espresso favorisiere ich übrigens gerade.

Ich neige also dazu, einzuschlafen und unleidlich zu werden, wenn ich den Zustand des Unterkoffeinig - Seins erreicht habe. Und wer will das schon, wenn das Leben gerade mehr als anspruchsvoll ist? Ich nicht.

Bei einer duftenden Tasse Espresso habe ich mir überlegt, was man so alles aus der Bohne machen kann und stellte fest, dass es tausende Möglichkeiten gibt und jeder Mensch wohl seine ganz eigene Beziehung und Liebesaffaire mit den schwarzen Bohnen hat.

Mit Eis und Sahne, Instant als Pulver übergossen mit heißem Wasser, oder frisch geeist als Café fredo in Italien, frisch gebrüht als Capuccino, Latte Macchiato, Espresso, Espresso Macchiato, Corretto oder einfach dopio, schwarz, den Klassiker mit Milch oder ohne und auf jeden Fall immer mit viel Zucker. Diverse Liköre und Schnäpse kann man hineinmischen, man kann ihn flambieren und Rüdesheimer Kaffee trinken, der einen schier umhaut und man kann ihn auch mit einer Vanillesahnehaube bedecken und genießen. Die Italiener trinken ihn gerne an der Bar als Espresso, der Österreicher geht ins Cafehaus und serviert ein Glas Wasser dazu und hat den Einspäner, die Melange oder den kleinen Braunen zur Kultur erhoben. Die Araber brauen ein heißes Gebräu, das mit viel Zucker genossen wird, wir Deutschen trinken ihn gerne schwarz oder weiß und haben viele Trinkarten übernommen und lieben das Getränk aus der schwarzen Bohne, die auf Sträuchern wächst und eigentlich rötlich und grün ist und durch die verschiedenen Arten der Röstung ihre angenehm dunkle Farbe und den charakteristischen Duft annimmt. Ich liebe es, eine Tüte frischen Kaffee zu öffnen und das Aroma einzuatmen. Allein beim köstlichen Duft gerate ich in Verzückung.

Kaffee ist trendy.  Ob  "to go" im Pappbecher oder in einem Kaffee zelebriert, es gibt ihn sogar als Füllung in Schokoladenpralinen und in meiner Lieblingsbar als Bohne mit Kakao und Schokolade überzogen zum Latte. Man mischt ihn in Torten und Kuchen, verarbeitet ihn zu Likör und überlegt man richtig ist der "Import" aus der Geschichte ein vielseitiges und freches Böhnchen.

Der Kaffee. Hausfrauenhasch, Meetingdroge gegen das Einschlafen, Klatschbegleiter, Flirtmittel, wärmender und anregender Begleiter.

Und ich trinke gerne Kaffee. Nur, gut muss er sein. Ich mag ihn schön heiß und stark. Kaffee, um den man die Böhnchen in einem Sicherheitsabstand von einem Meter um den Filter herumtrug, anstatt sie in den Filter zu tun, mag ich nicht. Er ist mir zu dünn und zu langweilig im Geschmack. Fad halt.

Ich mag ihn nicht zu kräftig aber voller Aroma, intensiv aber bitte nicht so, daß er mich aus den Pumps kippen lässt. Eigentlich kann ich immer Kaffee trinken. Ob mitten in der Nacht oder am Tag, es ist mir egal, ich leide auch nicht an der Schwäche, nicht mehr schlafen zu können, wenn ich ihn nach 15.00 Uhr trinke. Vor allem nicht seit ich von einem Mediziner erfuhr, dass manche Schlaftablette mehr Koffein enthält als eine Tasse Kaffee.

Am liebsten sind mir große Tassen. Mit dicken Wänden für den normalen Kaffee. Man kann sich an ihnen festhalten und das Getränk bleibt ein wenig länger warm. Espresso mag ich aus dünnwandigen, kleinen Tässchen, am liebsten Bone China Porzellan, hell klingend und wunderbar anzusehen. Denn, Kaffeetrinken sollte auch etwas fürs Auge sein finde ich. Überhaupt, Kaffee und Geschirr gehören zusammen, wie Milch dazu gehört. Finde ich. Gesüsst mit braunem Zucker und vielleicht einem Schuß Sirup, klassisch gesüsst mit weißem Zucker oder schwarz wie die Nacht und ungesüsst, man trinkt ihn auf tausend Arten und liebt ihn heiß und innig.

Ob Maschinengefiltert, mit der Hand oder in der kleinen, fauchenden Kanne auf dem Ofen gekocht, jeder hat seinen Favoriten.

Ich liebe das schwarze Getränk und ich mag seine Vielseitigkeit. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Sorten und seine Wirkung auf mich..... und deshalb werde ich gerne unterkoffeiinig.....denn dann winkt der nächste Stopp in Form meines Kaffeebechers und die Vorfreude steigt, wenn die Maschine sanft blubbert und dampft...... Deshalb, auch wenn es jetzt 4 Uhr morgens ist, das "Unterkoffeinige" kommt zum Vorschein und dürstet nach einem Becher frisch aus dem Filter.

Ach ja, noch eins zum Flirtfaktor. Bei Kaffee kann man wunderbar flirten. Über den Tassenrand blinzeln, genießerisch die Augen verdrehen oder einfach verträumt durch den Dampf linsen.

Und, wie kürzlich erst geschehen, einfach so eingeladen wird man auch schnell. Der Vorteil, eine Tasse Kaffee ist schnell getrunken und man kann wunderbar danach verschwinden, falls das Objekt der Begierde sich als wenig anregend erweist. Und doch hat man wenigstens eine kurze Affaire mit einem Kerl gehabt, der stark, schwarz und voller Power ist. Oder?



 
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