| DivaLife |
| Geschrieben von Birgit Bauer | |
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Ein Monteur und meine Wäsche Diese Woche... irgendwann am Vormittag. Ich war noch nicht wirklich in Schale und sah ein wenig zerknautscht aus. Die Nacht war kurz, der Abend lang und entsprechend war der Look. Jogginganzug und die Mähne war etwas aus der Form. Unter uns gesagt, ich sehe am Morgen eher einem Mops ähnlich und habe bestimmt in der Steckdose geschlafen, als daß ich einigermaßen ansprechend aussehe. Und das dachte bestimmt auch der nette Monteur, der meine Wasseruhr im Keller austauschen wollte. Stand da, in seiner Kluft und sah mich leicht belustigt an. Wahrscheinlich dachte der Kerl, ich wäre eine kleine Hausfrau, die nichts auf sich hält. Falsch gedacht. Wir gingen also in den Keller, dort wo die Wasseruhr steht. Dort steht auch meine Waschmaschine und mein Trockner. Und dort hängt meine Wäsche. Gerade am Tag vorher hatte ich meine guten Teile aus der Lingerieabteilung gewaschen und vorsichtig zum Trocknen ausgelegt, denn die sind für "gut" und empfindlich. Und so lagen sie da. Ihre Spitzen weit von sich gestreckt, kleine Blumen erblühten im frischen Duft des Waschmittels und die Strumpfhalter hatten ihre gierigen Mäulchen aufgerissen um nach Strümpfen zu schnappen. Und daneben die Wasseruhr. Und der Monteur. Er kam, sah und stutzte. Ich kam, sah und grinste. Leicht verwirrt, den Blick ständig zwischen mir und meiner Wäsche pendelnd wechselte er das Teil aus. Vergriff sich nebenbei am Hauptanschluß, während ich lässig und zernknautscht im Türrahmen stand. Wahrscheinlich hat er sich gefragt, wie ich, das total gammelige Etwas in die wunderschöne Spitzenwäsche aus feiner schweizer Baumwolle in pudrigem Rosé passe. Und je mehr er sich das fragte, um so angestrengter war er. Und nein, ich will gar nicht wissen, von was er angestrengt war. Er beendete seine Arbeit, ich amüsierte mich über seinen roten Kopf. Nervös griff er seine Werkzeuge zusammen, nicht ohne das Ensemble noch einmal genau zu mustern. "Ja, gehört mir!" sagte ich und drehte mich um, um nach oben zu gehen und ihm die Haustüre zu öffnen. Nicht, dass er noch woanders landen würde, als dort wo er hingehörte. Bei seinen Träumen und draußen. Der Monteur ging, musterte mich kurz und meinte dann: "Jetzt ist wohl alles wieder in Ordnung!" "Schau ma mal!" hielt ich dagegen und sah ihm grinsend hinterher. Dem jungen Kerl, der mit hochrotem Kopf über wahrscheinlich von selbst wandernde Gedanken davon fuhr.
Sieht mans wieder, man muss sowas ja noch nicht mal anziehen, die bloße Vorstellung und eine Rätselaufgabe reichen. |
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