| DivaLife |
| Geschrieben von Birgit Bauer | |
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Meine Ökokiste - oder voll biologisch Ich bin ein Loha. Inca Vogt hat diese Bewegung ja schon skizziert und ich muß zugeben, ich gehöre dazu. Ich liebe es, meine Zeit zu Hause zu verbringen, meine Pullis selbst zu stricken und ich esse gerne, vor allem gesund und gut und koche entsprechend viel. Meine Mahlzeiten sollen nahrhaft, lecker und gesund sein. Klar erlaube ich mir gerne mal Fast Food. Aber, Slow Food ist mir wesentlich lieber. Ich mag es, Gemüse zu schnippeln und mit einem Braten zu einem leckeren Gericht zu schmoren. Hausgemachte Spaghettisossen und gegrillte Auberginenscheiben mit Allioli oder Zaziki esse ich für mein Leben gerne, aber bitte alles selbst gemacht. Entsprechend kritisch kaufe ich ein und habe schon lange auf Lebensmittel aus ökologischem Anbau umgestellt. Und ich bin faul. Ich hasse es, mich an Kassen in Supermärkten anzustellen oder morgens die erste in der Schlange zu sein, wenn der Laden öffnet, nur um die frischeste Ware zu bekommen. Schließlich habe ich besseres zu tun, als im Rudel um Äpfel zu streiten, die nach Äpfeln schmecken. Die passende Alternative flatterte mir per Flyer ins Haus.Ich lasse jetzt anbauen, ernten und liefern. In Form einer Ökokiste. Und ich liebe das grüne Kistl, das einmal wöchentlich per Fahrdienst ins Haus kommt. Ich bekomme Eier von glücklichen Hühnern, fettarme, aber unheimlich leckere Biomilch und Obst und Gemüse aus heimischem und ökologischem Anbau. Und das, was nicht in Deutschland wächst, wie beispielsweise Bananen, kommt von Höfen, die den Ökoorganisationen angeschlossen sind und nach Deutschland liefern. Die Sachen sind frischer, knackiger und vor allem, man merkt, dass sie frisch vom Feld und nicht aus der Treibhausproduktion sind. Beispielsweise neulich, der Salat war verlaust und Salzwasser tat Not. Schmeckte aber doppelt so gut, wie der lausfreie aus dem konventionellen Anbau. Was in Amerika "Organic Food" heißt, ist hier meine Ökokiste und ich freue mich jede Woche darauf. Man weiß vorher nie, was kommt und manchmal entpuppt sich der Inhalt als Überraschung. Was kann man mit Mangold anstellen? Wie kriege ich die Aubergine gegessen oder gibt es ein Rezept für Fenchelsalat? Könnte man Zuchinis noch anders zubereiten ausser gefüllt? Neben Karotten, Äpfeln, Bananen, Mangos, Orangen und Salat gibt es Gemüse satt. Die Auswahl ist immer anders und man muss kreativ werden, um sie zu verkochen, will man nicht immer das gleiche Gericht essen. Die Chefin des Ökohofes gibt die Richtung vor. Man orientiert sich sogar an Vorlieben und achtet darauf, dem Kunden nur das zu geben, was er gerne ißt. Was man nicht mag, kann man mitteilen und kommt gar nicht in die Verlegenheit, etwas zu essen, was einem nicht mundet. Das Essen schmeckt besser, aromatischer und der Spaßfaktor in der Küche steigt. Und ich mache noch etwas für den Klimaschutz, denn, der Lieferservice versorgt mittlerweile hier die ganze Straßen und unsere Autos bleiben in den Garagen. Von der Zeitersparnis für andere Dinge (Schuhe kaufen, neue Pullis stricken und den Unterschied zwischen Manolo und Christian zu erörtern..) ist doch beachtlich. Deshalb ein klares Ja für die Ökokiste von der schnippelnden Diva, die wirklich noch lieber den Kochlöffel schwingt, als früher!
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