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DivaLife
Geschrieben von Birgit Bauer   
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 Alles Frau oder was?

Samstag, 2. Juni und ich bin ganz Frau.

Heute habe ich über Frauen diskutiert. Nicht, dass mir das besonders schwer fallen würde, denn ich bin ja selber eine.

Es ging darum, wieso wir Frauen immer betonen, eben Frau zu sein. Besonders in Sachen Job und Aufträge tun wir das ja gerne. Und warum wir uns emanzipieren müssen, wo wir doch eigentlich sehr emanzipiert leben. Die Frage kam auf, warum wir nicht sagen: "Ich bin ich und ich gehe meinen Weg", sondern, "Ich bin eine Frau und gehe meinen Weg" Es ging um das Beharren auf dem Frau sein.

Sind Sie emanzipiert? Ich bins. Von meiner Mutter habe ich mich emanzipiert. Ich lebe emanzipiert mit dem Mann meines Vertrauens, aber, das alles hat lange nichts damit zu tun, wie man das Wort "Emanzipation" an sich versteht.

Deshalb war es für mich klar, es geht nicht unbedingt um Emanzipation, weil emanzipieren müssen wir uns immer wieder im Leben. Egal ob Frau oder Mann. Es geht um gleiche Chancen. Feminismus.

Viele sehen, wenn sie es hören, Emma in den Regalen, dazu kommt Alice Schwarzer und fürchterlich zänkische Weiber, die auf die Männer einschlagen, weil sie sich unrecht behandelt fühlen. Roter Alarm, die Emanzen kommen. Ist doch aber gar nicht so. Alles easy.                 

Aber, ums mal richtig zu stellen. Emma, finde ich gut. Sie klärt immer noch auf. Über Mißstände, die es zwischen Männern und Frauen immer noch gibt. Über ungerechte Mißstände wie den, dass viele Frauen in gleichwertigen Jobs wie Männern stecken, aber, eben wesentlich weniger verdienen. Warum ist das so frage ich mich? Und Emma ist einfach eine gute Lektüre. Für Frauen. Kritisch und doch auch unterhaltsam. Dann, Alice Schwarzer finde ich klasse. Sie hat einen wahnsinnig tollen Humor und eine äußerst nette Art und Weise und wenn ich könnte, würde ich mich gerne mal eine Stunde mit ihr unterhalten. Sie hat sich, glaube ich, ein wenig abreagiert und steckt trotzdem noch voller Energie. Sie geht gelassener an die Sachen heran, aber, nicht weniger nachhaltig.

Und nein, keine Frau ist wirklich zänkisch. Ausser, sie ist hoch unzufrieden mit ihrem Leben. Was sie aber selbst in der Hand hätte.

Wir sind höchstens ein wenig zickig. Manchmal. Wenn Bad Hair Day angesagt ist oder ein Pickel droht. Oder das Outfit nicht richtig sitzt. Aber zänkisch? Nein. Wir diskutieren engagiert.

Wir behaupten uns einfach. Viele von uns versuchen es zumindest. Und es ist nicht einfach. Denn die Männer sehen das ganz anders. Eher, traditionell, vorsichtig ausgedrückt. Ist doch so!

Bevor wir "Ich" sind und nur "Ich" ohne die Betonung auf Frau, müssten wir gleich viel verdienen wie Männer in gleichen Positionen, dieselben Chancen haben und Männer müssten sich vielleicht einfach mehr auf ihre weibliche Seite einlassen. Sich auch von uns emanzipieren. Und ich glaube, dann wäre das ganze Leben ein wenig leichter. Weil sich die Perspektiven so ver - rücken, dass sie fast gerade sind, weil die Chancengleichheit steigt und wir uns aufeinander einlassen. Und dann glaube ich, brauchts das Betonen, dass man eben eine Frau ist, auch nicht mehr. Weil wir uns, also Frauen und Männer, gegenseitig akzeptieren und respektieren. Nicht nur in Beziehungen, sondern im Geschäftsleben, im Job und im Verhandeln von Verträgen.

Es geht nicht darum, sich der Männerwelt anzugleichen und zum Mannsweib zu mutieren. Niemals nicht, aber, es geht darum, einen Nenner zu finden, damit wir nicht mehr ständig sagen müssen: "Ich bin eine Frau und ich gehe meinen Weg!" Denn, eigentlich stimmt es doch, zuerst sind wir ich, dann kommt unser Geschlecht und eigentlich sollte unser Weg doch unabhängig davon verlaufen, ob wir eine Frau oder ein Mann sind. Sondern wir als Persönlichkeit sollten unseren Weg gehen können. Und dafür brauchts gleiche Chancen. Für Frauen und Männer. Und solange es da immer noch Unterschiede gibt, werden wir wohl weiter darauf beharren, als Frau unseren Weg zu gehen.

Wobei ich gerne Frau bin und nie ein Mann sein möchte. Dass muss gesagt sein. Mir würden nämlich die Heels fehlen und die Röcke.

Die Diskussion läuft noch und so manch ein Teilnehmer kam mit den Argumenten der anderen Seite nicht so ganz klar. Aber, es zeichnet sich doch ein Trend ab. Nämlich der, dass wir Frauen genauso fähig sind wie Männer und man das auch wahr nehmen sollte. Im Geschäftsleben genauso wie im privaten Bereich.

 Ganz emanzipiert und herzlichst, Birgit, Diva



 
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