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Männer und Frauen, nix gemeinsam
Geschrieben von Inca Vogt   

Na, haben wir es nicht immer wieder geschrieben, darüber geplaudert, uns amüsiert über die Unterschiede zwischen Ihm und Ihr?

Aber dass wir eigentlich fast nichts gemeinsam haben, das hat mich jetzt doch verblüfft. Exakt zu 90% seien wir nicht miteinander vereinbar, anders und uns fremd. Und zwar in der Persönlichkeit. Mit allen Auswirkungen, die wir tagtäglich erleben.

Hier gehts ganz wissenschaftlich weiter und erklärt, warum er unmöglich so begeistert sein kann vom Shoppen bei IKEA, warum unser Schuhtick bei ihm höchstens Stirnrunzeln verursacht und warum wir uns am besten darauf einrichten, dass Männer nun mal eine andere Spezies sind;-)

 

Frau und Mann: Zu 90 Prozent verschieden
Studien-Neuauswertung zeigt zwei völlig andere Persönlichkeiten
Mann und Frau: Komplett andere Persönlichkeiten (Foto: pixelio.de/Thaler)
Mann und Frau: Komplett andere Persönlichkeiten (Foto: pixelio.de/Thaler)


Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit deutlich stärker als bisher angenommen wurde. Das zeigen Forscher der Universitäten Turin und Manchester in der Zeitschrift "Plos One". Sie unterzogen frühere Studien, die eine hohe Übereinstimmung der Geschlechter ergeben hatten, einer genaueren Überprüfung und konnten sie wiederlegen. "Mars und Venus" teilen in ihrer gesamten Persönlichkeit bloß zehn Prozent, so ihre Erkenntnis, die in der Genderdebatte wohl noch einigen Staub aufwirbeln wird.

Genauere Analyse zeigt Unterschiede

Konkret nahmen die Forscher um Marco Del Giudice Daten aus dem Jahr 1993 erneut unter die Lupe, bei denen 10.000 Probanden auf ihre Selbsteinschätzung befragt worden waren. Eine Auswertung von 2005 hatte daraus die fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeitspsychologie untersucht: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. Die Übereinstimmung der Geschlechter betrug damals 78 Prozent - was die damalige Studienautorin Janet Hyde zur Grundlage ihrer "Gender similarities hypothesis" machte, die später oft zitiert wurde.

Der Nachteil dieser früheren Auswertung: In den bloß fünf Persönlichkeitsgruppen sind sehr unterschiedliche Eigenschaften vereint, die sich rechnerisch teils gegenseitig aufheben und somit das Persönlichkeitsrelief verwischen. Nun analysierte Del Giudice die Daten von 1993 in 15 statt fünf Kategorien - und lieferte ein komplett anderes Bild: Frauen besitzen signifikant mehr Wärme und Zuneigung, bauen eher Vertrauen auf, reagieren emotionaler und sind sensibler und fürsorglicher als Männer, die ihrerseits emotional stabiler, dominanter, reservierter und wachsamer sind und dabei mehr auf Nützlichkeit und Regeln achten.

 

 

 

 

Tabubruch für Genderdebatte

90 Prozent der Eigenschaften sind geschlechtstypisch, während sich die verbleibenden zehn Prozent der Gemeinsamkeiten etwa auf Perfektionismus oder Lebendigkeit beziehen. Ein Ergebnis, das Fachexperten nicht überrascht. "Besonders in den 70er- und 80er-Jahren führte die Wissenschaft alle Geschlechtsunterschiede auf Erziehung und Gesellschaft zurück. Seit zehn Jahren gibt es jedoch eine Trendwende weg von dieser ideologischen Prägung", berichtet der Psychiater Raphael Bonelli von der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien http://sfu.ac.at im pressetext-Interview.

Den ersten Tabubruch hat im Jahr 2000 Simon Baron-Cohen von der Universität Cambridge geliefert. In Experimenten mit Neugeborenen zeigte er, dass Frauen von Geburt an eindeutig empathischer, Männer hingegen systematischer veranlagt sind. In kognitiven Leistungstests sind Frauen verbal klar überlegen, während Männer bei der räumlichen Vorstellung die Nase vorne haben. "Dass sich Unterschiede auch in Merkmalen der Persönlichkeit zeigen, überrascht nicht. Sehr wahrscheinlich liefern auch zahlreiche andere Studien bei kritischer Durchleuchtung dasselbe Ergebnis", vermutet Bonelli.

Evolution spielt mit

Aus Sicht der Anthropologie und Evolution sind die aktuellen Resultate laut dem Wiener Psychiater keine Überraschung. "Die Persönlichkeit der Frau hilft ihr dabei, Familie und Partnerschaft aufzubauen und Kinder zu erziehen, während Männer die evolutionsbiologisch besseren Voraussetzungen für Nesterrichtung, Schutz vor Feinden und Essensbeschaffung mitbringen." Nicht nur der Geist, sondern auch der Körper bestimmt das psychische Erleben mit, betont der Experte.

Artikel unter: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029265

Eure ganz persönliche Meinung zum Thema, gerne hier bei uns.

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Kommentare (1)
1. 22-01-2012 00:30
Nee, was für ne Überraschung. Aber eins kann nicht stimmen, das mit dem männlichen Nesttrieb. Oder schonmal probiert ihn zum Tischdecken, Dekorieren, Regale bauen oder Möbel shoppen zu verdonnern? Meiner hält das für Frauenkram.
Geschrieben von: ronja (Gast)

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