| Das perfekte Weinglas |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||
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Welches Glas entfaltet das Buket Ihres Weines am besten? Sie kennen Rotweingläser, Weinschalen. Und Sie kennen auch sicher die eine oder andere Form. Es gibt dickwandige Gläser und feinst geschliffene Gläser. Wie muss das Glas beschaffen sein? Die perfekte Form des Glases gibt es nicht. Richtiger würde man speziellen Weinen ein jeweils perfektes Glas zuordnen. Grundsätzlich besteht ein Weinglas aus dem Kelch, das ist der bauchige oberen Teil, in den der Wein eingefüllt wird, und aus dem Stiel, sowie einem Fuß zum Abstellen. Damit man Farbe und Reinheit des Weins beurteilen kann, sollte der Kelch aus dünnem Glas sein. Weingläser gibt es in unterschiedlichen Größen. Das kleinste ist das Aperitif-Glas für 0,1 Liter Sherry. Die größten Kelche eignen sich zum Beispiel für schwere Burgunderweine und fassen mehr als einen halben Liter. Weingläser in unterschiedlichen Formen Wir kennen sie alle und sie sehen auch stylig aus. Die flachen Gläser, die wie Sekt-Schalen geformt sind. Doch das nutzt dem Wein wenig, es flacht auch den Geschmack ab. Empfohlen wird hingegen die hoch geschlossene Normalform, die auch das genussvolle Betrachten der Kohlensäure-Bläschen ermöglicht und auch für unsere Nasen weitaus mehr Genuss bereithält. Auch das Sinnbild urdeutscher Weingemütlichkeit, der dickwangige Römerkelch, ist nicht zu empfehlen. Dicke Glaswandungen und Verzierungen erschweren den klaren Durchblick und verzögern die Temperierung des Weines. Auf den vollen Genuss kommen
Bei näherer Betrachtung wird es klar. Das Bouquet kann sich nur in einem Glas, in dem genug Luftraum über dem Weinpegel ist, gut ausbreiten, und eine Beurteilung des Inhalts wird leichter möglich. Anstelle des gut gefüllten Glases sollte daher der Wein auch in einem Restaurant in einem Krug oder besser noch in einer Karaffe serviert werden. Das Glas wird geschwenkt, also mit leicht kreisenden Bewegungen der vertikalen Achse in Bewegung versetzt, um den Wein die obere freie Glasfläche innen im Kelch benetzen zu lassen. An dieser ablüftenden Glasfläche kann dann die Nase genommen werden, der Geruchseindruck vom Wein. Ein zu volles Glas hat für diese Art der perfekten Verkostung zu wenig freie Glasfläche, der Wein hat zu geringen Luftaustausch im Glas, worunter dann auch der Naseneindruck leidet. Auch der Glasrand hat Einfluss auf das Geschmackserlebnis: Er soll dünn und perfekt geschliffen sein, aber auch nicht zu dick gerundet. Der Rand soll dem Wein bei der Aufnahme in den Mund das schnelle, leichte, gleichmäßige Benetzen der Zungenoberfläche ermöglichen. Dieses soll möglichst mit einem kleinen Schluck dosierbar sein, damit man den Geschmack nachhaltig erleben kann. Kommentar schreiben
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Warum sind Weingläser - speziell die Rotweingläser - so groß? Warum empfehlen Kenner, dass Gläser höchstens halb gefüllt werden sollten, auch in der Gastronomie?

