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Extratipp

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Imigrieren wir in die Virtualität?
Geschrieben von Inca Vogt   

Was für viele Internetgamer heute als Realitätsflucht ausgelegt wird, weil sie einen Teil ihre Lebenszeit in der Virtualität verbringen, könnte uns in Zukunft alle betreffen.

Im Jahr 2030 wird der Mensch einen Großteil seines Lebens in einer digitalen Parallelrealität verbringen. Die Welt wird sich als zentrales Nervensystem präsentieren, in dem alle Menschen, aber auch Dinge jederzeit und überall miteinander verbunden sind und interagieren. Stimmt das, emigrieren wir alle in ein paar Jahren in Parallelwelten? Und was bedeutet das? Glück in einer anderen Dimension?

Zukunftsvision oder absehbare Realität?
Ray Hammond wagt Ausblick auf 2030 (Foto: rayhammond.com)

Im Jahr 2030 wird der Mensch einen Großteil seines Lebens in einer digitalen Parallelrealität verbringen. Die Welt wird sich als zentrales Nervensystem präsentieren, in dem alle Menschen, aber auch Dinge jederzeit und überall miteinander verbunden sind und interagieren. Diesen Ausblick gewährte der bekannte Zukunftsforscher Ray Hammond auf der Technologiekonferenz Techforce 2010 in Wien.

Technologie als Friedensstifter

"Ob jeder Einzelne von uns in Zukunft ein glücklicheres Leben führen wird, ist eine andere Frage. Ungeachtet dessen bin ich jedoch fest davon überzeugt, dass der rasante Technologiefortschritt uns unschätzbare gesellschaftliche und wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet", erklärt Hammond im Gespräch mit pressetext. Für das friedliche Zusammenleben der Staaten habe sich die Globalisierung und die digitale Vernetzung als positiv erwiesen.

Gefahr drohe allerdings von der Milliarde Menschen aus schlecht entwickelten Regionen, die auch 2030 noch nicht an dieses weltumspannende Netz angeschlossen sein werden. Damit diese nicht von den Vorzügen des Technologiefortschritts ausgeschlossen werden, müsse die industrialisierte Welt sich aktiv um sie bemühen und diese mit ins Boot nehmen. Dies sei der beste Weg, um Terroristen und Piraten zu verhindern.

Generationenkonflikt bald Vergangenheit

Der Weg ins Jahr 2030 ist laut Hammond von einigen Herausforderungen geprägt. Neben dem Klimawandel und der Bevölkerungsexplosion auf über acht Mrd. Menschen müsse das Energieproblem in den Griff bekommen werden. "Elektroautos, die letztlich wieder auf Energie aus fossilen Quellen setzen, sind nicht die Zukunft. Wir müssen einfach lernen, die natürlicherweise vorhandenen Energiemassen für unsere Zwecke zu nutzen", meint Hammond.

Dass der bereits kräftig spürbare Generationenkonflikt zwischen den im digitalen Zeitalter Aufgewachsenen und den "digitalen Immigranten" sich noch verschärfen wird, glaubt der Zukunftsforscher hingegen nicht. "Dass ältere Leute sich mit Computern schwer tun, hängt damit zusammen, dass die heutigen Systeme immer noch dumm sind und viel zu unselbstständig agieren. Darüber hinaus muss man sich immer noch mit fürchterlichen User Interfaces herumschlagen, die jegliche intuitive Bedienbarkeit verunmöglichen. Dieses Problem wird bis 2030 gelöst sein", so Hammond. 

Innovationsfähigkeit nimmt rasant zu

Eine Verlangsamung der Technologieentwicklung ist laut Hammond jedenfalls nicht in Sicht - im Gegenteil. Für das Erreichen aller technologischen Fortschritte der vergangenen 20 Jahre würde man aus heutiger Sicht nur mehr acht Jahre benötigen. "Die Entwicklung beschleunigt sich auf exponentielle Weise", so Hammond.

Die Technologiekonferenz Techforce 2010 fand zum ersten Mal statt. Neben Hammond beteiligten sich eine Reihe von internationalen Wissenschaftlern, Unternehmern und Persönlichkeiten an den Diskussionen über die Technologiezukunft. Als Gastgeber fungierte die österreichische Außenwirtschaft (AWO), eröffnet wurde die Veranstaltung von Bundesministerin Beatrix Kar.

Ein verwandtes Thema ist das Thema "Leben in der Virtualität heute", erzählt in einer Geschichte, die ich im letzten Jahr für ein Magazin recherchiert und erstmals veröffentlicht habe. Julie und Paul. Abgedriftet

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