| Wilde Werbung im Web |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||||||
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Viruelles Marketing nennt sich die Werbestrategie, die mit gezielt gestreuten Informationen in den Netzen auf die Macht der User setzt. Auf Blogger. Auf alle, die zwitschern. Auf alle, die mit den Lesern offene Worte wechseln. Zu Produkten und Dienstleistungen. Wie das ankommt? Bei den Konsumenten gut. Bei den Anbietern? Im Zweifelsfall nutzen sie uns bewusst. Uns soll es recht sein, wenn wir mitreden dürfen, oder?
Lesen Sie, wie zum Beispiel Apple bewusst, "Geheime Informationen" streut, um uns auf die Markteinführung von neuen Produkten heiß zu machen: In den letzten Monaten sickerten immer wieder Informationen zum Apple Tablet in die Medien. Lange vor der Einführung. Wie kam es? Die verblüffende Antwort: Informationen wurden direkt vom Unternehmen gestreut. Das gezielte Streuen von Geheim-Informationen sei etablierter Teil der langjährigen Apple-PR-Strategie. Diese Behauptung stellt der ehemalige Apple-Marketing-Manager John Martellaro in einem Beitrag für den Mac Observer http://www.macobserver.com/ in den Raum. Er beruft sich dabei auf seine eigenen Erfahrungen als PR-Verantwortlicher bei Apple.
"Apple sieht oftmals die Notwendigkeit, Informationen inoffiziell hinaus zu lassen. Dies geschieht über vertrauenswürdige Kontakte zu den größten Medien. Die Kommunikation findet naturgemäß niemals schriftlich statt", so Martellaro. Mit dieser von oben abgesegneten Strategie der kontrollierten "Leaks" sichere sich Apple die notwendige mediale Aufmerksamkeit, ohne das eigene Image zu zerstören. Denn Apples restriktive Kommunikationspolitik hinsichtlich neuer Produktentwicklungen übt auf Journalisten wie Konsumenten seit jeher einen besonderen Reiz aus.
Maximale Kontrolle als PR-Erfolgsrezept
Apple verfahre in seiner Kommunikationsstrategie aber gerade umgekehrt, indem es seine Mitarbeiter zum Stillschweigen verpflichte und die maximal mögliche Kontrolle über kommunizierte Informationen ausübe. Das Festhalten an einer Strategie, die eher den hierarchisch geordneten 70er- und 80er-Jahren entstammt, hat sich laut Ansicht des PR-Experten für Apple allerdings nicht als Nachteil erwiesen - im Gegenteil.
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