| Zeitalter der "Intimität 2.0" |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||||||
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Wie reif sind wir Kinder des Web 2.0 eigentlich? Da werden wahllos private Fotos im Web zur Schau gestellt. Man kommentiert filterlos, was einem in Foren am Herzen liegt.Einschließlich Liebeskummer, Eroberungsstrategien. Ärger mit Ex oder Chef. Und irgendwann kommt das große Erschaudern. Mit erbosten Mails werden Betreiber von Foren und Chats gebeten, diese geschäftsschädlichen, privaten Sachen gefälligst zu löschen. Schließlich habe man ja ein Recht auf Schutz der Privatsphäre. Tja;-)...
Internet-Nutzer verlieren Recht auf Privatheit
Der Umgang von Usern mit privaten Informationen, Fotos oder Videos im Internet untergräbt das Recht auf Privatheit für die Allgemeinheit, warnt der britische Wissenschaftler Kieron O'Hara. Im gültigen Gesetz tauche im Zusammenhang mit den Ansprüchen auf Privatleben das Konzept der angemessenen Erwartung von Privatheit auf, so O'Hara gegenüber der BBC. "Wenn immer mehr Privatleben online zugänglich sind, wird diese angemessene Erwartungshaltung geschmälert", so der Forscher. Da fragt man sich schon, wie das gehen soll. Oder wissen wir wirklich immer noch nicht, was wir tun, wenn wir unser Innerstes ins WWW stellen?
Zeitalter der "Intimität 2.0" Deshalb kann ich nur raten, bitte vorher darüber nachdenken, was die Welt von uns wissen und sehen soll. Sind die Privat-Outings erst einmal im WEB, können Betreiber kaum haftbar gemacht werden für eigene Unvorsichtigkeit. Und die Forderung, hier gefälligst manuell und aufwändig zu löschen, wozu man irgendwann nicht mehr stehen mag, ist ...? Jedenfalls kein Grundrecht;-)
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