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Schlanksein beginnt im Kopf
Geschrieben von Inca Vogt   

Diäten sind aussichtslos. Das lässt ein Blick in unsere Gehirne vermuten, die bei schmaler Kost den Körper auf Sparverbrauch setzen und sich bei nächster Schlemmergelegenheit verlorene Kilos zurückholen.

Körper schaltet bei einer Diät auf sparsamen Verbrauch um

Was kann man richtig machen, um dem Körper auch langfristig "normalen" Energieverbrauch zu befehlen? Offenbar hilft hier nur die Aktivierung eines bestimmten Moleküls, das ein italienischer Wissenschaftler am Diabetes and Endocrinology Research Center der Columbia University of New York http://www.columbia.edu/facdb/profile-list.asp?uni=da230&DepAffil=Medicine entdeckt hat. Es handelt sich um das beim Stoffwechsel als Sensor fungierende Enzym CPE.

"Eine entscheidende Rolle bei der Appetitregelung spielt das im Hypothalamus enthaltene "Anhand von Experimenten an Labormäusen haben wir festgestellt, dass bei Ausschaltung des FoxO1 das CPE-Niveau ansteigt - mit der Folge, dass weniger Nahrung aufgenommen und mehr Energie verbraucht wird." Beim Abnehmen würden normalerweise Mechanismen zur Verteidigung des menschlichen Organismus in Gang gesetzt, die eine effizientere Verwertung der Kalorien ermöglichen und damit einen geringeren Energieverbrauch bewirken.

Die Entdeckung der Wechselwirkung von FoxO1 mit der Nahrungsaufnahme und Kalorienverbrennung erkläre, warum der Körper sich während einer Diät nach einem anfänglichen Gewichtsverlust das verlorene Gewicht wieder zurückhole. Beim Ausschalten des FoxO1, so das Ergebnis der Tierversuche, sei dies nicht der Fall.

 

 

 

"Wenn es gelingt, ein CPE stimulierendes Mittel zu finden, wären damit alle Folgeprobleme von Schlankheitskuren beseitigt", so der italienische Forscher. Allerdings dürfe dies keine Schwierigkeiten bereiten, da es sich beim CPE um ein Peptid spaltendes Enzym handle und es bereits zahlreiche Medikamente (beispielsweise zur Bekämpfung von Diabetes) gegen Peptidasen gebe.


Der in der süditalienischen Stadt L' Aquila geborene Diabetes-Spezialist Domenico Accili war nach dem Medizinstudium an der römischen Hochschule Tor Vergata in die Vereinigten Staaten ausgewandert und doziert seit zehn Jahren an der Columbia University von New York. Einzelheiten seiner Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Nature Medicine" beschrieben.

Bleibt zu hoffen, dass es recht bald ein solches Mittel auf dem freien Markt gibt. Ein Mittel, das ohne Risiken und Nebenwirkungen den JoJo-Effekt verhindert.

 

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