| Die 3. Zähne wachsen nach |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||||||
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Mit etwas Forschungsglück erleben wir es noch. Die dritten nachwachsenden Zähne anstelle teurer Implantate sind nur noch eine Frage der Zeit. Neueste Genforschungen an Mäusezähnchen lassen hoffen.
Einem einzigen Gen verdankt der Mensch, dass seine Zähne in nur einer Gebissreihe angeordnet sind. Zu diesem Schluss kommen Genetiker am Zentrum für Mundmedizin der Universität Rochester http://www.rochester.edu. Sie untersuchten an Mäusen, was die Ausprägung der Zahnreihe bestimmt und was Ausschlag für das Wachstum der zweiten Zähne gibt. Diese Forschungen könnten dazu beitragen, dass eines Tages das Nachwachsen ausgefallener Zähne erreicht und die Ausprägung des Geburtsfehlers der Gaumenspalte verhindert wird, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science. Die Forscher entdeckten, dass Mäuse einen zusätzlichen Zahn neben den Backenzähnen entwickeln, sobald man bei ihnen ein Gen namens Osr2 deaktiviert. Dieses Gen reguliert das Zahnwachstum und schützt somit die Zähne davor, aus der Reihe zu tanzen. Frühere Untersuchungen konnten bereits zeigen, dass dasselbe Gen auch beim Menschen aktiv ist. "Spannend ist besonders, dass der zusätzliche Zahn einem Gewebe entwuchs, das sonst gar keine Zähne bildet", betont Studienautor Tulang Jiang.
Erkrankungen des Zahnfleisches, Traumata oder Erbfehler führen bei Erwachsenen häufig zu einem vorzeitigen Ausfall von Zähnen. Zahnprothesen oder Implantate können in Sachen Bequemlichkeit und Funktionsweise bisher kaum natürliche Zähne ersetzen. Die Forscher spekulieren, dass es die genaue Kenntnis des Auslösers für das Zahnwachstum eines Tages möglich macht, auch bei Erwachsenen verlorene Zähne wieder nachwachsen zu lassen.
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