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Haar Geschichte
Geschrieben von Inca Vogt   
Beitragsinhalt
Haar Geschichte
Kirchenvorschriften
Jugendstil und Bubikopf
Kastration für volles Haar?

Kastration für die Haarpracht?

Der Amerikaner James Hamilton, seines Zeichens „Glatzenforscher“, beschreibt die sieben typischen Stadien des männlichen Haarausfalls. Seiner Meinung nach hilft gegen das Männerleiden nur eins: Kastration! Gott sei Dank ist die Wissenschaft inzwischen aufgeklärter und kann weniger drastische Methoden empfehlen.

50er Jahre
MSD Sharp & Dohme, ein Unternehmen der Merck & Co. Inc. beginnt im Zuge seiner Arzneimittelforschung, den Zusammenhang zwischen männlichem Hormonstoffwechsel und Haarausfall wissenschaftlich zu erforschen. Und das ist nötig: denn die Haarmode der Herren verlangt Fülle für Frisuren à la Elvis Presley und Rock'n Roll.
 

60er Jahre
Die Beatles und der Pilzkopf revolutionieren die Haarmode. Mitte der 60er kommt die Dreadlock-Frisur aus geflochtenen Zöpfen und verfilzten Haarsträhnen auf. Die Damen stapeln ihr Haar toupierend hoch.

70er und 80er Jahre

Alles ist erlaubt - von Punk bis Irokesenhaarschnitt. Mary Quandt und Twiggy bringen den Frauen eine neue, freche Form von streichholzkurzem Styling. Im übrigen ist langes Haar angesagt, das notfalls glattgebügelt wird, wenn Naturlocken sich durchsetzen wollen.
 

1999, ein Mittel gegen Haarausfall?
Der Wirkstoff Finasterid, der ursprünglich bei gutartiger Prostatavergrößerung eingesetzt wurde, stoppt offensichtlich auch den frühen androgenetischen Haarausfall bei Männern. Das daraus entwickelte verschreibungspflichtige Mittel Propecia kommt 1999 auf den Markt. Es kann Haarausfall im Anfangsstadium nach 5 bis 6 Monaten stoppen. Es handelt sich um kein Wundermittel, dass eine bestehende Glatze wieder sprießen lässt. Aber es stoppt die fortgesetzte Verkleinerung bestehender Haarfollikel und verstärkt bereits verkleinerte Haarfollikel, so dass wieder echte Haare entstehen können. Kostenpunkt ca. 59,50 Euro für 28 Tabletten. Nebenwirkungen wie vorübergehende Potenzstörungen eingeschlossen.

2008, neues Haarausfall-Gen entdeckt

Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Düsseldorf untersuchten in ihrer Studie mehr als 500.000 Stellen im menschlichen Erbgut. Dabei stießen sie auf eine Genvariante, die bei kahlköpfigen Männern deutlich häufiger vorkommt als bei Kontrollpersonen.

Schon 2005 hatten dieselben Wissenschaftler ein erstes Haarausfall-Gen identifiziert, das über die Mutter vererbt wird. Darum schlagen Männer in punkto Haarausfall oft nach ihrem Großvater mütterlicherseits. Das neu entdeckte Gen erklärt dagegen Ähnlichkeiten in der Hauptbehaarung zwischen Vater und Sohn. Es ist erst die zweite Erbgut-Region, die zweifelsfrei mit dem vorzeitigen Haarverlust in Verbindung gebracht werden kann. Die Forscher versuchen nun herauszufinden, welche Funktion das betroffene Gen beim Haarwachstum übernimmt. Erst dann lässt sich abschätzen, ob sich hierdurch neue Möglichkeiten für die Therapie ergeben.

Interessant sind die Befunde unter anderem für die Vererbungswege: So liegt das zuvor einzige bekannte Risiko-Gen für den Androgenrezeptor auf dem X-Chromosom. Es wird also von der Mutter vererbt - daher schlagen Männer in punkto Haarausfall oft nach ihrem Großvater mütterlicherseits. Das neu entdeckte Gen liegt dagegen auf Chromosom 20 und kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater vererbt werden. Dadurch lassen sich Ähnlichkeiten zwischen Vater und Sohn erklären.

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Kommentare (1)
1. 16-03-2012 15:28
Ich finde es sehr interessant.. schade ist nur, dass vor allem über die Frisuren selber vom 20. Jahrhundert nicht viel erzählt wurde. Aber ansonst ist es ein sehr umfangreicher Bericht.
Geschrieben von: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können (Gast)

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