| Gedanken steuern PC |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||||||
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Keine Tastatur der Welt kommt mit meinen rasenden Gedanken mit. Die Folge sind Tippfehler, die ich erst einmal in Kauf nehme, um den "Faden" nicht zu verlieren. Die Lösung: der Gedankengesteuerte PC.
Der Computerwissenschaftler Paul Gnanayutham von der University of Portsmouth http://www.port.ac.uk hat exakt so ein System zur Gedankensteuerung von Computern gestaltet. Es wurde zwar nicht für schreibende Frauen wie mich entwickelt, sondern für Patienten mit schweren Gehirnverletzungen, was aber weitere Anwendungen möglich macht. Menschen, die sich anders nicht mehr nach außen mitteilen können, bekommen so die Möglichkeit, einen Computercursor zu bewegen und dadurch mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Erforderlich sind lediglich ein kommerziell erhältliches Spezial-Stirnband und ein Laptop mit geeigneten Algorithmen. Für einen breiten Einsatz gibt es aber leider ein Hindernis. "Die Technologie ist eigentlich sehr einfach, doch die Kosten sind das größte Problem", meint Gnanayutham. "Ich habe mit Patienten mit traumatischen Gehirnverletzungen gearbeitet, die querschnittgelähmt, nicht sprechfähig und an Ernährungssonden angeschlossen waren", sagt Gnanayutham. Dennoch habe er mithilfe existierender Technologie geschafft, dass diese Menschen einen Cursor bewegen und somit zumindest Ja-Nein-Fragen beantworten können. Dafür hat der Computerwissenschaftler ein Stirnband verwendet, das ähnlich einem EEG-Gerät Gehirnwellen sowie zusätzlich Signale von Muskel- und Augenbewegungen auffangen kann. "Das wichtigste ist dann die Cursor-Bewegung", so Gnanayutham. Seine Algorithmen würden beispielsweise helfen, eine zielgerichtete Cursorbewegung etwas zu beschleunigen. Damit wird es für Anwender leichter, eine Menüauswahl zu treffen und so beispielsweise "Ja", "Nein" oder "Danke" zu sagen oder eine Webseite anzusteuern.
"Die Steuerung mithilfe von Gesichtsmuskulatur oder Gehirnwellen zu erlernen, ist nicht leicht", meint Gnanayutham. Der Aufwand kann sich aber lohnen, wie der Wissenschaftler anhand von realen Patienten feststellen konnte. Beispielsweise hat er acht Monate mit einem jungen Mann mit einer schweren Hirnstammverletzung gearbeitet. Außer der Mutter und einer Krankenschwester hatte das gesamte Umfeld diesen Patienten aufgegeben, da er auf keine Weise kommunizieren konnte - bis er anfing, Gnanayuthams Gedankensteuerungs-System zu nutzen. Durch Fälle wie diesen sieht der Computerwissenschaftler bestätigt, dass die Technologie die Umgebung von Laborexperimenten und klinische Studien verlassen sollte. "Ich habe sie praktisch und für jeden nutzbar gemacht", ist er überzeugt. Letzteres ist mal wieder typisch für eine Gesellschaft, die ganz schön egoistisch ist. Bleibt zu hoffen, dass das kein Argument bleibt. Und da wiederum könnten auch die Wünsche von uns allen helfen. Denn von der Gedankensteuerung könnten wir alle profitieren. So gesehen, steckt da ein interessanter Geschäftsansatz für mögliche Investoren und Industrien drin. Kommentar schreiben
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1. 09-11-2008 22:17 Will ich auch haben. Und zwar bitte bevor ich demnächst meine Dissertation noch mühsam schreiben muss. Im Kopf habe ich sie schon :x Wäre also so gut wie fertig "geschrieben" mit so einem Gedankenstirnband. Bitte Bescheid sagen, wenn es bezahlbar st und stabil funktioniert. Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.5 |
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