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Extratipp

443085_160Geschenk zum Valentinstag: Eine ungewöhnliche Liebeserklärung! Ladylike iPhone 4S, oder wie man mit Designernägeln unverletzt ein iPhone bespielt.

Ein iPhone Diary mit Nebenwirkungen. Tipps und Tricks zum Apple Trendsetter iPhone 4S. Eingekleidet in alles, was das Leben prall, kompliziert, spannend und bunt macht.

Schmunzelnde Therapie gegen Technophobie mit Heilungschancen und Aussichten auf einen sich ausbreitenden Liebesvirus zu Apples iPhone-Tausendsassa, der sich auf über 250 Seiten als Lifestyle-Assistent mit Sternchen beweist. Ein Geschenk mit Herz, am besten mit iPhone:-) Ladylike: iPhone 4S

 
Gedankensteuer statt Tastatur
Geschrieben von Inca Vogt   

Stellen Sie sich eine Geschichte vor und sie erscheint druckreif auf dem Bildschirm. Steuern Sie in Gedanken einen Wunschflitzer als Sieger durchs Ziel. Gedacht, getan - zumindest wenn es die Spiele und  Programme zulassen. 

Die futuristische Kopfbedeckung könnte Tastaturen überflüssig machen (Quelle: emotiv.com)

Wunschdenken? Nein, schönste Realität, die  wir alle bald kaufen können. Unsere Emotionen und Gedanken "materialisieren" sich. Zumindest in unserem Lieblingsmedium, dem Computer.

Das Unternehmen Emotiv-Systems http://www.emotiv.com/ hat einen Helm entwickelt, der Gehirnströme liest und diese in Computerbefehle übersetzt. Das Gerät, das bereits im Vorjahr erstmals präsentiert wurde, ist nun bald marktreif. Bereits zu Weihnachten soll die Haube in den Regalen zu finden sein, verkündete Emotiv auf der Messe Game Developers Conference (GDC) http://www.gdconf.com/, die vergangene Woche in San Francisco abgehalten wurde. Auch ihr Preis von 299 US-Dollar steht bereits fest, berichtet die Zeitung "Die Welt". Für den Computerspielbereich, aber auch für Chats oder fürs Autofahren könnte diese Erfindung eine Revolution bedeuten.

 

Auf der GDC konnten Besucher das Gerät, das einem breiten Kopfhörer mit Tentakeln gleicht, bereits testen. Die Aufgabe war, sich einen Würfel, der über einen Monitor schwebte, wegzuwünschen, was der Computer auch tadellos ausführte. Den Befehl liest der "Hirnfühler", wie ihn seine Konstrukteure auch nennen, direkt aus den Hirnströmen ab. Das Problem, aus dem Chaos der verschiedenen Ströme die relevanten Informationen für die Computersteuerung herauszulesen, hat Emotiv offenbar gemeistert. Nach eigenen Angaben haben es die Entwickler geschafft, Unterschiede zwischen affektiven, kognitiven und expressiven Gedanken herauszulesen und zu interpretieren. Die Sensoren, die sich an den "Tentakeln" befinden, nehmen die elektronischen Signale des Gehirns wahr. "Sie werden an einen Signalprozessor weitergeleitet, der sie mit Hilfe mathematischer Modelle auswertet", erklärt der Emotiv-Chef Nam Do.

Für die Spielebranche ist der baldige Verkaufsstart eine Überraschung. Zwar wird schon lange von verschiedenen Wissenschaftlern an der Entwicklung von gedankengesteuerten Computern gearbeitet. Dass eine dieser Erfindungen schon so bald marktfähig sein soll, überrascht dennoch. Ob sich die Emotiv-Kappe im Weihnachtsgeschäft bewährt, hängt nicht zuletzt von Kooperationen mit Spieleentwicklern ab. Ohne spannende Spiele, bei denen man den Hirnstromleser einsetzen kann, werden sich die Verkaufszahlen wohl in Grenzen halten.

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