| Christian Louboutin |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||
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Hollywood-Schönheiten lieben seine High Heels mit den signalroten Sohlen, Jean Paul Gaultier schickt Top-Models bevorzugt auf "Louboutins" über den Laufsteg. Kurzum: der Franzose gilt als neuer Gott im Olymp der Schuhdesigner. Der 45-jährige Franzose gilt als neuer Gott im Olymp der Schuhdesigner. Und er hat ein klares Credo: "Die Leute meinen immer, Schuhe seien zum Laufen gedacht", so Louboutin im Interview mit dem People-Magazin GALA (aktuelle Ausgabe, 8. Januar 2008). "Ich für meinen Teil denke nicht, dass Funktionalität ihre einzige Bestimmung sein sollte." Das ultimative Modell sei für ihn "der intime Schuh, die nur Fetisch ist und im Bett getragen wird". Vor allem asiatische Kundinnen betrachteten Schuhe als Lustobjekte: "Japanerinnen kaufen häufig Exemplare, die gar nicht richtig passen." Den bisher ausgefallensten Auftrag erteilte ihm ein Hongkong-Chinese. "Er bestellte für seine Frau Schuhe aus Juwelen, die ausschließlich für den Sex bestimmt sein sollten. Ich habe den gesamten Schuh inklusive der Sohle aus Rubinen gemacht. Allein die Arbeitsstunden kosteten 10000 Euro, dazu kamen die Edelsteine und die Anreise für die Anpassung." Auf seinen Lieblingsauftrag wartet Christian Louboutin allerdings immer noch: "Mein großer Traum ist es, Bühnenschuhe für Prince zu entwerfen."
Wer ist dieser göttliche Schuhdesigner? Da wäre zunächst einmal ein Geburtsdatum, das uns auch nicht viel sagt: Das Jahr 1963. Und ein Kennzeichen, das möglicherweise symbolischen Wert hat? Alle seine Kreationen - Schuhe wäre schlicht eine unangemessene Untertreibung:-) - tragen eine rote Sohle. Und von da an aufwärts, geht es hochstapelnd gen Schuhimmel. Weitere Kennzeichen: 1. Kreiert der Meister nur Damenschuhe 2. Er entwirft vor allem High Heels, die ihr erstes Zuhause auf den roten Teppichen der Promis und Möchtegernpromis betreten. Schon wieder Rot? Richtig. Aber Rot steht natürlich für viel mehr, wie wir alle wissen. Es ist die Signalfarbe schlechthin. Und ein Signal für Showeffekte jeder Art. Art? Sind seine Schuhe Kunst? Ja, unbedingt. Aber zurück zum Designer selbst, dessen Weg vorgezeichnet schien. Christian Louboutins Interesse an Damenschuhen wurde nämlich schon als Kind entdeckt, als er im Musée des Arts océaniens in der Modestadt Paris auf ein Schild sah, das einen durchgestrichenen Pfennigabsatz zeigte. Wir kennen das, bitte nicht das Parkett mit hohen Haken verschandeln, soll es sagen. Den kleinen Christian interessierte etwas anderes. Er war fasziniert von der Form des Absatzes und zeichnete ihn immer wieder nach. Das hatte Folgen und trieb ihn zunächst zu seiner ersten Zielgruppe. Er versuchte seine Entwürfe und Zeichnungen bei den Tänzerinnen der Pariser Variétés und Partys anzubringen und ihnen Schuhe zu verkaufen. Die Tänzerinnen waren sicher mehr begeistert, als "betucht." Da war wirtschaftlich nichts zu holen. Also wanderte Christian weiter und ging erst einmal in die Lehre bei Charles Jourdan, Maud Frizon, Yves Saint Laurent und Chanel. Bestens geschult begann seine Karriere dann mit einem eigenen Laden in der Nähe des Place des Victoires in Paris. Dabei erwies er sich als echter Marketingguru, der schon damals wusste: man muss seinen Kundinnen ein Einkaufserlebnis bieten. Das inszenierte er zum einen mit den Berühmtheiten, die seinen kostenlosen Kaffee zu schätzen wussten, zum anderen kreisschlussartig mit den Berühmtheiten selbst. Der endgültige Durchbruch kam, nachdem die amerikanische Firma Neiman Marcus seine Schuhe in ihr Programm aufnahmen und vermarkteten. Kommentar schreiben
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