| Schwarmeffekte |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||
Seite 1 von 2 Flirtnachhilfe gefällig? Mieten Sie sich je nach sexueller Vorliebe ein Dutzend attraktiver Frauen oder Männer, die Sie auf Schritt und Tritt umschwärmen. Wetten, dass auch nicht bezahlte Schönheiten auf Sie fliegen? Kurzum, sorgen sie dafür, dass Sie von möglichst vielen attraktiven Wesen der bevorzugten Liebesgattung angeschmachtet werdet. Es wirkt ansteckend. Das behaupten Wissenschaftler der University of Aberdeen in einer Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the Royal Society. Sie nennen es "Schwarmeffekt". Offensichtlich trifft, was für weibliche Gruppys, Finken und Wachteln gilt, auch auf den Homo sapiens zu: Der Schwarmeffekt macht den Interessenten für die Konkurrenz höchst attraktiv. Das Verhalten der Geschlechtsgenossinnen wird bei der Partnerwahl kopiert. Das spart Zeit und Energie bei der Wahl des richtigen Geschlechtspartners, glauben die Forscher. Schließlich koste die Partnerwahl viel Zeit, Geduld und Energie. Bisher gab es keinerlei Beweise, dass dieses Verhalten auch beim Menschen auftritt. Außer dem uns allen bekannten Phänomen, dass wir immer dann besonders begehrt sind, wenn wir glücklich verliebt sind. Weil wir in solchen Zeiten besser aussehen? Scheinbar ist das nicht der einzige Grund. Das Forscherteam um Ben Jones und Lisa deBruine vom Face Research Laboratory an der School of Psychology in Aberdeen hat eine Testgruppe die Attraktivität von Männern anhand von Fotos beurteilen lassen. Die Fotos wurden zuvor von 40 Frauen als relativ gleichwertig hinsichtlich der Attraktivität selektiert. In der Folge brachten Forscher eine Frau in Profilansicht ins Bild, die abwechselnd das männliche Gesicht anlächelte bzw. neutral oder abschätzend blickte. Die Probanden wurden danach erneut angehalten, die Bilder zu betrachten und zu beurteilen. Das Ergebnis war verblüffend: Frauen fanden jene Männer, die von anderen Frauen angelächelt wurden, plötzlich wesentlich attraktiver. Umgekehrt verloren jene Männer, die von Frauen am Foto angelächelt wurden, bei den Männern deutlich an Sympathien. "Sexuelle Konkurrenz schafft bei Männern eine negative Haltung gegenüber anderen Männern, die das Ziel der weiblichen Attraktion sind", subsumieren die Forscher. Auch das dürfte sich locker auf Frauen übertragen lassen. Zumindest wissen Sie fürs erste, wie es funktioniert. Wie das Modell auf die ganze Menschheit übertragbar ist?
Ist garnicht nötig, es funktioniert bestens ... |
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