| String. Verbotenes Nichts |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||
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Ein Schweizer Lehrer verbot seinen Schülerinnen den String. Das Teil würde zu sehr vom Unterricht ablenken. Selbst wenn es nur vorwitzig aus dem Hosenbund herauslugt, würde die Fantasie weitergehen. Personalchefs finden das auch.
Wie Sie sehen, tragen wir String- oder Tangaliebhaberinnen nur ein historisches Kleidungsstück, über das sich seinerzeit keiner aufregte. Der Name verrät es: ursprünglich hieß das Winzigteil des Anstoßes Kimbunduntanga oder Portugiesisch Tupi tanga. Und das heißt schlicht Lendenschurz. Auch wenn unser Prototyp ein vergleichsweise züchtiges Kleidungsstück war. Er hatte etwas mehr Stoff zwischen den Riemchen, zumindest vorne. Aber auch der Prototyp zeigte den Po so unbestofft wie möglich. Heute hat der Lendenschurz zwar einen anderen Namen, aber den Po lässt er immer noch frei. Und man kann nachlesen: Der String, G-String oder String-Tanga ist ein Slip ein Höschen, welches hinten aus einem knappen Stoffdreieck und/oder Bändern besteht. Und wer tiefergehend nachforscht, liest fälschlich, dass der Tanga oder String aus Brasilien kommt und schlicht ein seitlich geschnürtes Bikiniunterteil sei. Dabei unterschlägt man die weitaus größere Bedeutung des String als Dessous. Die meisten Frauen tragen den String nicht etwa um ihren Po herzuzeigen, sie tragen ihn, damit keine Falte, keine Slipränder ein Darunter outen. Und deshalb sind auch alle Unkenrufe auf den String falsch, wenn es heißt: "Kein String über 30". Gerade dann macht das Tragen heute Sinn. Der String macht schlicht eine bessere Figur. Von außen besehen. Aber schauen wir nochmal in die Geschichte, die Sie Ihrem unwissenden Lehrer oder Personalchef erzählen sollten, wenn er Stringverbot erteilt. Wikipedia beschreibt es trefflich: "Als String ausgestaltete Lendenschürze oder Genitalzierden gehören zu den ältesten Kleidungsstücken der Menschheit. Schon vor dem Auszug aus Afrika vor mehreren zehntausend Jahren sind ähnliche Kleidungsstücke belegt, wie sie z. B. bei den Khoisan im südlichen Afrika vor allem von Männern seit Jahrtausenden getragen werden. In Japan war bis zur Niederlage im Zweiten Weltkrieg das Fundoschi die traditionelle Unter- und Badebekleidung für Männer. In der westlichen Welt wurde der String erst im späten 20. Jahrhundert populär. Ab den 1970er Jahren tauchte er in Folge der zunehmenden Lockerung der Sexualmoral und den damit einhergehenden modischen Veränderungen und als logische Weiterentwicklung der Bikinimode (oben ohne, hochgeschnittene, sogenannte französische Beinausschnitte) vereinzelt als Bademode und als Reizwäsche auf, die Zeitschrift Stern zeigte ihn im Zuge der sogenannten Sexwelle etwa 1972 und 1974. Der modische Mainstream blieb davon allerdings noch weitgehend unbeeinflusst. In den 1990er Jahre wurden Strings als Frauenunterwäsche populär, anfangs befördert durch den Vorteil, dass sie sich unter enger, dünner oder heller Beinbekleidung im Gegensatz zu herkömmlichen Slips nicht abzeichnen." Wikipedia nennt es: "panty line". Übrigens gibt es längst auch den String für ihn. Ganz Mutige tragen den String in angesagtem Lack. Von kanariengelb bis "unschuldig" weiß. Suchen Sie sich das Passende Modell aus. Das Stringmodell und die Träger/innen:-)
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