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Extratipp

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Eye Phone. Ein Guide, fürs Leben
Geschrieben von Inca Vogt   

Klick, ein Fotohandy schießt ein Foto. Das Bild wird in Nanosekunden an einen Server übermittelt und  zeigt uns fast zeitgleich wichtige Informationen zum Objekt. Keine Utopie mehr, sondern das Neueste, was Handy bieten.


Erkennung eines Berges per eye-Phone (Foto: superWise)

Das deutsche Technologieunternehmen superWise Technologies http://www.superwise-technologies.com hat ein System entwickelt, mit dem jedes Kamera-Handy zum Touristen-Informationssystem wird.

"eye-Phone" ist der Name des Projekts, das GPS und Bilderkennung kombiniert, um ein möglichst breites Spektrum an Inhalten zugänglich zu machen. " Bei unserem eye-Phone geht es darum, beliebige Objekte an beliebigen Orten zu erkennen. Dies kann eine Pflanze, ein bewegliches Objekt, ein Gebäude, ein Landschaftsteil, ein Tier, ein Kunstobjekt oder ähnliches sein", beschreibt superWise-Vorstand Ernst Pechtl.

Damit hat das System das Potenzial, weit flexibler Informationen zu bieten als Systeme, die anhand der GPS-Position Informationen zu ausgewählten Attraktionen liefern.

 

Die Idee ist einfach. Mit der Kamera des eigenen Mobiltelefons schießt der Nutzer ein Foto und markiert das Objekt seines Interesses. "Nach einer Vorverarbeitung durch eye-Phone wird eine sehr stark komprimierte Information über den Provider an eine Bilddatenbank geschickt und dort identifiziert", beschreibt Pechtl den weiteren Vorgang. Zusätzlich zur Information, was der User vor sich hat, bietet das eye-Phone auf Wunsch weitere Informationen rund um das Objekt aus dem Internet. Die GPS-Standortdaten dienen dem System als zusätzlicher Anhaltspunkt bei der Suche. Theoretisch könnte das System dabei beliebige Objekte identifizieren, so superWise. Spezialisierte Anwendungen, etwa nur zum Erkennen von architektonischen Objekten in einer bestimmten Gegend, wären aber mit entsprechend geringerem Bedarf an Speicherplatz und Rechenressourcen möglich, so Pechtl.

Technisches Herz von eye-Phone ist "Apollo", eine KI-Technologie von Superwise. Sie kommt beim eye-Phone sowohl im Handy als auch am Backend des Systems zum Einsatz. "Die Apollo-Technologie ähnelt sehr stark dem biologischen Gehirn", beschreibt Pechtl. Damit unterscheide sie sich deutlich von neuronalen Netzen und anderen KI-Ansätzen. Die Fähigkeiten der Apollo-Engine dienen im eye-Phone der Bilderkennung, könnten aber laut superWise ebenso für andere Anwendungen wie inhaltliche Texterkennung oder sprecherunabhängige Spracherkennung genutzt werden. Die Anpassung von Apollo an bestimmte Aufgaben würde allenfalls unwesentliche Änderungen erfordern, bestätigt Pechtl gegenüber pressetext.

Die Anwendung, die neben Handys auch internetfähige Digitalkameras unterstützt, konnte bereits einige Auszeichnungen für sich verbuchen. Sie hat den Bayrischen Regionalpreis der European Satellite Navigation Competition 2007 gewonnen, die vom ES Technology Transfer Programme (TTP) gesponsert http://www.esa.int/ttp wurde.

Einziger Wermutstropfen dieser lebenserleichternden Technologie. Sie ist derzeit erst im Prototyp-Stadium. Wir müssen uns also noch ein wenig gedulden bis unser elektronischer Guide fürs Leben auch fürs Leben verfügbar ist. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten. 

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