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Extratipp

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Ladylike: iPhone 4S, ein iPhone-Diary mit Nebenwirkungen

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Frischluftfilter in der Wandfarbe
Geschrieben von Inca Vogt   

Wie wäre es, wenn die neue Wandfarbe anstelle von unangenehmen Gerüchen, die Luft sauber filtert? Bitte sehr: hier kommt die Wandfarbe mit Katalysator, die sich unser "Incalife.de"-Ökozeichen mit Sternchen verdient.  

Luftschadstoffe werden mittels Photokatalyse abgebaut

Luftreinigende Wandfarbe entwickelt (Foto: Sto AG)

Eine Innenraumfarbe, die Schadstoffe und Gerüche aus der Luft abbaut, hat die Sto AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für anorganische Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Chemiehersteller Kronos entwickelt. Die besondere Eigenschaft der Wandfarbe beruht auf dem Prinzip der umgekehrten Photosynthese, der Photokatalyse.

 

In der Farbe befindet sich ein Katalysator, eine spezielle Variante des elektrischen Halbleiters Titandioxid. Um wirksam zu werden, muss dieser Energie aus Licht absorbieren und aktiviert in angeregtem Zustand den Luftsauerstoff, sodass reaktive Sauerstoffverbindungen entstehen. Diese Verbindungen oxidieren an der Oberfläche der Farbschicht die in der Luft befindlichen Verunreinigungen. Am Ende der Reaktionskette bleiben von den Schadstoffen nur noch für den Menschen ungefährliches Kohlendioxid und Wasser.
Bereits mehrere Forscher haben sich in der Vergangenheit daran versucht, mittels neuer Technologien Verunreinigungen in Farben abzubauen. "Das Problem bisher war, dass nur normales Titandioxid verwendet wurde. Das absorbiert nur zwei bis drei Prozent des Lichtes, nämlich den ultravioletten Bereich", erklärt Horst Kisch von der Universität Erlangen. Man habe deshalb das Titandioxid, ein weißes Pigment, modifizieren müssen, damit auch der sichtbare Lichtanteil genutzt werden konnte. Innerhalb von drei Jahren ist es Kisch und seiner Forschungsgruppe gelungen, ein sogenanntes kohlenstoffmodifiziertes Titandioxid zu entwickeln, das selbst im diffusen Tages- oder Kunstlicht Luftschadstoffe wie Formaldehyd oder Kohlenmonoxid abbauen kann.

Die Neuentwicklung stelle eine sichere Alternative zum Schadstoffabbau durch Adsorption auf Aktivkohle dar, so Kisch, da durch die Photokatalyse die schädlichen Verbindungen zerstört werden, während die Aktivkohle mit den daran haftenden Stoffen noch entsorgt werden muss. Zudem verbrauche sich der Katalysator selbst nicht, die Wandfarbe habe die gleich Lebensdauer wie andere Innenraumfarben. Denkbare Anwendungsmöglichkeiten seien neben den eigenen vier Wänden, sondern auch das Auftragen der "Climasan-Farbe" in Tunneln oder in Städten an vielbefahrenen Straßen.

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