| Verräterische Farbenlehre |
| Geschrieben von Inca Vogt | |||||
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Psychologische Farbspielereien Kleine Warnung vorab. Nehmen Sie alles Geschriebene leicht. Alles kann, nichts muss. Ähnlich wie bei anderen Deuteleien des Lebens kommt es immer auf viele Faktoren an, inwieweit ein Ergebnis stichhaltig ist. Bei unseren psycholgischen Farbspielereien, werfen Sie bitte auch ihre eigenen Motive und Assoziationen in den Mischtopf. Vor allem, wenn es um modische Farben geht, um Farben, die Sie bewusst einsetzen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, um Farben, die Sie nur tragen, weil sie ihm oder ihr besonders gut gefallen. Im übrigen übernehmen wir keine Haftung für tiefe Fehlgriffe in die Farbkiste, die Sie möglicherweise aufgrund unserer Schreibereien begehen:-) Bleiben Sie sich und Ihren eigenen Farben treu und lassen Sie sich von uns zu nix verführen, was nicht Ihres ist.
Bei der Gelegenheit ein Wort zur Farbe ROT, um zu verdeutlichen wohin die Reise geht. Generell gilt ROT als dynamisch und wird mit Liebe und Leidenschaft assoziiert. Eine Farbe die auch bei vielen Produktgestaltungen zumindest in Details zum Einsatz kommt. Doch im Bereich der Kleidung ist für viele dieses Farbe genau das rote Tuch! Und es war vielleicht früher sogar einmal eine Lieblingsfarbe. Was sagt das aus? Eine Veränderung? Oder nur eine bewusste Änderung des Images? Ich weiß nicht, was das bei Ihnen bedeutet. Aber Sie wissen es. Daher einfach mal vor den Ich-Spiegel stellen und nachfragen. Und gerne bei uns nachschlagen, was das alles bedeuten kann.
VIOLETT = ungewöhnlich, geheimnisvoll, intim BLAU = himmlich, kühl, erfrischend, klar, weit GRÜN = natürlich, lebendig, jung GELB = heiter, sonnig, hell, sauer ORANGE = reif, leuchtend, strahlend, warm ROT = aktiv, dynamisch, kräftig BRAUN = behaglich, erdig, warm, einfach WEISS = rein, sauber, klinisch, hell GRAU = dezent, konservativ, unauffällig SCHWARZ = markant, professionell, ungewöhnlich SILBER = modern, technisch GOLD = nobel, exklusiv Lieblingsfarbe Pink, Magenta, Purpur bis Rot Beginnen wir mit der stärksten Leuchtfarbe. Mit Pink oder auch Magenta. Das ist aktuell nicht nur die Farbe eines bekannten Online-Unternehmens mit T, sondern auch eine sehr interessante Mischung. Faktisch ist Magenta eine von drei Primärfarben der subtraktiven und eine Sekundärfarbe der additiven Farbmischung. Der Wellenlängenbereich für Magenta liegt zwischen 380 nm und 430 nm. Magenta, Purpur* oder Pink, wie es im Sprachgebrauch heißt, ist die Farbe einer starken Persönlichkeit, die sich nicht scheut, diese auch herzuzeigen. Offensiv, verwegen, stark, dominant – die Farbe einer Superfrau, einer Macherin, die garantiert nie abwartet, bis ihr jemand etwas abnimmt. Sie macht es selbst. Diese Farbe wurde früher nur hohen Persönlichkeiten und Führern zugestanden. Sie galt immer als Zeichen der Macht. Und Macht hat auch heute noch, wer etwas macht. Ich kenne übrigens etliche Frauen in Führungspositionen, die anstelle der uniformen Blau und Graukostümchen, freches Pink in klassischen Schnitten tragen. Gerne sexy Mini. Und sie können es tragen. Die ehemalige Präsidentin des Konzerns Mattel liebt die Farbe Magenta. Und sie kombinierte ihre klassischen Kostüme auch mal frech mit Cowboyboots. Nonkonformismus ist der Stil der Magenta/Pinkladies. Sie pfeifen auf so ziemlich alles, was die grauen Herren und Damen der Macht vorgeben und sind waghalsige Spieler, die oft gewinnen. Pink steht weiterhin für sexuelle Präsenz – aber auch in sanfteren Nuancierungen für Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. Die Rosetöne, also das abgetönte Pink, steht für starke Sensibilität. Je nach Intensität gelten diese Deutungen auch für Abstufungen bis zum klaren Signalrot. Purpur, Ausbeute von Rohstoffen in der Antike Die Farbe der Herrschenden hat übrigens eine Geschichte, die fast schon wieder erschreckend "modern" ist. In der Antike herrschte großer Bedarf an der Farbe Purpur. Und bei der Herstellung beraubten sich die Purpurhersteller der Antike offenbar ihrer eigenen Rohstoffe. Das ergaben jüngste Untersuchungen Wiener Wissenschaftler in Andriake, der alten Hafenstadt von Myra an der Südwestküste der Türkei. Wie das Magazin GEO berichtete, gehörte Andriake im 6. Jahrhundert nach Chr. zu den bedeutendsten Purpur-Produktionsstätten. Davon zeugt noch heute eine 300 Kubikmeter große Halde aus Schalenfragmenten von Schnecken. Als Rohstoff dienten den Herstellern drei Arten von Meeresschnecken: Aus einer Drüse unter deren Schale pressten sie einen der teuersten Farbstoffe der Welt. Dabei ließen 60 Millionen Schnecken laut Schätzungen der Forscher in Andriake für Purpur ihr Leben - 90 Prozent davon waren Jungtiere. Dies weise darauf hin, dass die Produzenten die Schneckenbestände übermäßig ausgebeutet und sich dadurch womöglich selbst ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen hätten.
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Anders sieht es bei den "roten" Tüchern aus. Das sind Farben, die Sie hassen, nicht leiden mögen, die Sie in die Flucht schlagen und depressiv stimmen. Hier kommen vielleicht echte und sogenannte tiefenpsycholgische Gründe zutage, die einen zweiten Blick wert sind.