| John Boorman |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||
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Der 74-jährige John Boorman zählt heute zu den vielseitigsten und wichtigsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts. So zauberte der Kino-Magier mit 'Excalibur' 1981 ein wahres Meisterwerk im Fantasy-Genre. "Die Dreharbeiten waren unmenschlich hart", sagt John Boorman über die Entstehung von 'Excalibur'. John Boorman nahm eigentlich die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Epos 'Der Herr der Ringe' in Angriff, musste jedoch angesichts technischer und rechtlicher Probleme das Handtuch werfen. Stattdessenbestritt der Regisseur mit 'Excalibur' eine opulente Adaption der legendären Sage um König Artus. Die blutig-düstere Mär um zünftige Schwertkämpfe, perfide Intrigen und feurige Liebe sucht noch heute seinesgleichen, vor allem aufgrund der opernhaften Inszenierung: Zu unheilschwangeren Klängen Richard Wagners wabern die Nebel so bedrohlich und klirren die Schwerter so grandios, dass das Werk bei den Filmfestspielen in Cannes eine Auszeichnung für den "Besten Künstlerischen Beitrag" erhielt. Für die brillante Kameraführung heimste 'Excalibur' sogar eine Oscar-Nominierung ein. Mit dem Projekt habe sich Boorman "einen langen Traum erfüllt", verriet er in einem Interview. "Die Dreharbeiten waren zwar unmenschlich hart, aber es hat sich gelohnt!" Das Schlachtenepos besticht zudem mit einer famosen Besetzung, angefangen von Helen Mirren als Hexe Morgana bis zu den damaligen Jungstars Gabriel Byrne, Liam Neeson und Patrick Stewart. Auch konnte John Boorman drei seiner vier Kinder für Nebenrollen einspannen. Aber wer ist eigentlich dieser Kino Magier? Seine Vita liest sich wie die Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär. Gleichfalls etwas unwirklich anmutend. So ist Boorman, ein ehemaliger Wäschetrockner-Vertreter. Vielleicht ist das eines der Erfolgsgeheimnisse außergewöhnlicher Macher? Sie haben sich im Laufe ihres Lebens als Erstes selbst neu erschaffen müssen. Boorman schuf Meisterwerke wie den Gangsterthriller 'Point Blank' (1967), das Abenteuerdrama 'Beim Sterben ist jeder der Erste' (1972) und den Kriegsfilm 'Hope and Glory' (1987). Wie er es wahrscheinlich selbst erfuhr, kämpfen seine Figuren stets um ihre nackte Existenz. Boorman betonte einmal im Interview: "In meinen Filmen steht immer der Mensch im Vordergrund. Ich versuche ihnzu sezieren und zeige, wie er sich unter bestimmten Bedingungen, vor allem in Extremsituationen, verhält." Die Informationen zu unserem Artikel stammen aus einer Pressemeldung "Wir lieben Kino", Tele 5, dem Spielfilmsender Kommentar schreiben
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