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Wolkenkuckusheim mit Dreh
Geschrieben von Inca Vogt   

Spiralenförmig schraubt sich der Wolkenkratzer nach oben und routiert um seine eigene Achse. Der Routating Tower in Dubau ist ein Traumzuhause für "Aufsteiger" und gilt als Prototyp für das gehobene Cityleben von Morgen. 

rotating.towerMit beweglichen Wolkenkratzern und rotierenden Wohnungen soll eine neue Ära der Baukunst anbrechen. Das berichtet das Magazin GEO in seiner November-Ausgabe. Noch in diesem Jahr werden die Bauarbeiten für den 313 Meter hohen "Rotating Tower" in Dubai beginnen - dem ersten Wolkenkratzer, der seine Gestalt ständig verändert und sich selbst umweltfreundlich mit Energie versorgt.

Studie für den „Rotating Tower“ von David Fisher Architects

(Foto: MS&L Italia)

Ersonnen hat das Konzept der "Dynamic Architecture" der israelisch-italienische Architekt David Fisher. Die Rotation der 68 Stockwerke, die wie dicke Scheiben in eine zentrale Säule eingefügt sind, bewirken 48 geräuscharme, horizontale Windturbinen. Zwischen den Etagen angebracht und optimal in den Wind gedreht, sollen sie jeweils 0,3 Megawatt Leistung erzeugen. Schon vier dieser Turbinen reichen aus, um den Energiebedarf der Bewohner zu decken; überschüssige Elektrizität wird in das Stromnetz von Dubai eingespeist.

rotating3Der florentinische Architekt David Fisher spricht von „dynamischer Architektur“ und verspricht den Bewohnern zu jeder Tageszeit einen anderen Ausblick.

Die Fenster geben einen Blick frei, der  sich durch die Rotation ständig verändert.

(Foto: MS&L Italia)

Jedes Geschoss ist aus zwölf Modulen aufgebaut, die wie Tortenstücke um den Gebäudekern herum angeordnet werden. Übereinander geschichtete Gebäudeelemente mit großen Fenstern drehen sich unabhängig voneinander. Im Gebäudekern befindliche Aufzüge befördern die Autos der Bewohner bis in die obersten Geschosse.

Was zunächst nach purer Science Fiction klingt, ist weit mehr. Fisher und seine Mitstreiter im „Dynamic Architecture Club“ (www.dynamicarchitecture.net) mit Niederlassungen in Florenz und Mailand kündigen an, man wolle erst einen Prototyp in Dubai fertigstellen und danach in elf weiteren Städten weltweit ähnliche Türme errichten, darunter Tokyo, New York und Moskau.

Näher als diese Studien versprechen, waren wir dem erträumten Wolkenkuckusheim wohl noch nie. Es bleibt abzuwarten, ob die Realisation den visionären Plänen gerecht wird oder diese sogar noch übertrumpft.

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