| Globale Intelligenz |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||||
|
Sie haben eine Frage und gehen weder über Google noch über die örtliche Bibliothek, sondern bekommen via Spracherkennung sofort die richtige Antwort. Eine Zukunftsvision, die greifbar ist. Semanticweb und Spracherkennung ... dürften die Schlüsselworte der Zukunft sein. Die Vision von der künstlichen Intelligenz wird Wirklichkeit, so Computerbuchverleger und Web 2.0-Pionier Tim O'Reilly http://tim.oreilly.com/personal_bio.csp im Interview mit der Deutschen Welle http://www.dw-world.de. Das Leben mit dem Internet sei viel weiter als manche ahnungslose Nutzer meinten. Und es gebe keinen Weg zurück. O'Reilly ist sich allerdings nicht sicher, ob der nächste große Technologie-Schub mit dem WorldWideWeb verbunden ist. "Wenn wir über unseren Umgang mit Computern reden, verbinden wir das immer noch damit, vor einem Bildschirm zu sitzen und auf einer Tastatur zu tippen. Aber Computer werden immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Die offensichtliche Veränderung ist zunächst - was ja viele Menschen auch schon beschrieben haben-, dass auch mobile Endgeräte oder Mobiltelefone als Plattform dienen. Damit ist auch verbunden, dass Spracherkennung immer besser wird. Oder dass Fotoapparate mittlerweile mit GPS ausgestattet sind. Wenn Sie damit ein Foto machen, ist der Ort automatisch Teil des Fotos und damit Teil der Information, die Sie zum Beispiel auf eine Web-2.0-Anwendung wie flickr stellen. Und plötzlich lernt das globale Gehirn etwas, was Sie gar nicht beabsichtigt haben", betont O'Reilly.
"Ein" Computer für die gesamte Welt. Foto: pixelio.de Das Beispiel zeigt, was mit der Nutzung kollektiver Intelligenz gemeint ist. Wir geben immer mehr Daten in das globale Netzwerk ein, und Menschen schreiben Programme, die neue Verbindungen erstellen. Es ist, als würden die Synapsen des kollektiven Gehirns wachsen. Ich glaube, wir dürfen Überraschungen erwarten", meint O'Reilly.
Die Informationen aus dem Internet werden nach
seiner Erkenntnis auf viele verschiedene Arten zugänglich sein. "Wir
denken immer, es gibt Milliarden Computer da draußen - aber das stimmt
nicht. Es gibt eigentlich nur einen, und darum geht es im Web 2.0.
Alles wird mit allem verbunden. Und was wir heute unter einem Computer
verstehen ist eigentlich nur ein Zugangsgerät zu dem einen weltweiten
elektronischen Gehirn, das wir erschaffen", sagt O'Reilly.
Die fehlenden Bausteine dafür
seien jetzt schon verfügbar, so dass es nur eine Frage der Zeit seit,
bis sich die Menschen weltweit an dieses neue Interface gewöhnt haben.
"Die Spracherkennung im personalisierten Diktiermodus ist schon sehr
weit gereift, die mobilen Datenzugriffe werden immer schneller und auch
Flatrates im Mobilfunk werden vermutlich bald genauso verbreitet sein
wie im DSL-Geschäft", weiß Pape. Anfänge gab es auch hier schon in den USA mit Voice-Web-Portalen wie Tellme, einer Firma, die gerade von Microsoft aufgekauft wurde. Weltweit arbeiten sehr viele von Entwickler bei Google daran, die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu verbessern", resümiert Pape. Kommentar schreiben
Zu Favoriten hinzufügen (18) | Artikel zitieren
Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.5 |
||||||
| < zurück | weiter > |
|---|



Microsoft habe eine Software vorgestellt, die Photosynth 
