| Lockstoff Parfum |
| Geschrieben von Inca Vogt | |||||
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Chypre: Sammelbegriff für Parfums, die ihren Charakter durch das Zusammenwirken einer frischen E.d.C.-artigen Kopfnote mit einem Fond erhalten, der als wesentliche Elemente Eichenmoos, Labdanum und Patchouli enthält. Als Klassiker gilt Chypre/Coty.
Designerdüfte: sie tragen den Namen eines Modemachers. Ob sie auch tatsächlich von diesen mit-kreiert wurden, bleibt Geheimnis der Marketingabteilungen. Duftbaustein: Ingredienzen, die zum Aufbau von Parfumkompositionen verwendet werden. Eau de Cologne: alkoholische Parfumöllösung in einer Dosierung von drei bis fünf Prozent. Eau de Parfum: alkoholische Parfumöllösung in einer Dosierung von acht bis fünfzehn Prozent. Eau de Toilette: alkoholische Parfumöllösung in einer Dosierung von vier bis acht Prozent. Erdig: Geruch von Erde, Waldboden, Moder usw. Bekannte erdige Komponenten sind Vetiver und Patchouli. Erdige Akzente sind oft nur subtil in Parfums enthalten. Erogen: erotisch stimulierend wirkende Parfums. Meist durch stärker nuancierten Anteil warmer, animalischer Noten in Kombination mit bestimmten Blütenölen. Ob ein Parfüm allerdings wirklich „Aphrodisierend“ ist, hängt auch immer von seiner Tägerin ab. Extrait: reines Parfum. Alkoholische Parfumöllösung in einer Konzentration von 15 bis 30 Prozent. Feminin: stark subjektive Empfindung im Zusammenhang mit Parfum. Eigentlich ist jedes Parfum, das die Weiblichkeit seiner Trägerin unterstreicht, feminin. Im Zweifelsfall sogar ein angeblich maskuliner Duft. Es kommt auf Nase und nicht wirklich berechenbare Sinnesempfindungen an. Die wahren biochemischen Prozesse, die beim "Riechen" Reize auslösen sind bei jedem menschen völlig anders, im Zusammenspiel mit dem anderen Geschlecht bleiben sie ein Mysterium. Das hoffe ich zumindest. Fixierung: Duft eines Parfums über einen möglichst langen Zeitraum erhalten. Es werden schwerflüchtige Stoffe verwendet, die ihre volle Geruchsintensität erst nach einiger Zeit entfalten und dann längere Zeit beibehalten. Außerdem kommen Riechstoffe zur Anwendung, die selbst nicht sehr stark riechen, aber in der Lage sind, den Geruchsablauf anderer Stoffe zu verlängern. Eine gut durchkonstruierte Duftkomposition verfügt auch über eine nachhaltige Wirkung. Flakon: Schüttelflasche ohne Zerstäuber. Florientalisch: florientalischen Noten, blumige und orientalische Duftessenzen. Fougère: parfümistischer Phantasiebegriff. Er steht für die Kombination frisch-krautiger Lavendelnoten mit einem moosigen Fondgeruch. Fougèrenoten finden wir vor allem bei Herrendüften. Vermutlich um die allzu feminin anmutenden wahren Bezeichnungen zu umgehen. Auch Düfte sind eine Art Kopfkino und müssen demselben gefallen. Fragrance: engl. und franz. Bezeichnung für „Duft, Wohlgeruch, Parfum“. Frisch: wieder mal eine äußerst subjektive Empfindung. Steht bei uns für Nuancen wie Zitrone, Lavendel, Grünnoten, helle, blumige Komponenten. In Nordamerika z. B., werden auch süße oder pudrige Parfums mit frisch bezeichnet. Fruchtig: z.B. Himbeere, Apfel, Pflaume usw. Sie finden in der Parfümerie als Nuanceure Verwendung. Grün: Gras, Blätter, Stängel u. ä. erinnert. Grüngerüche werden oft für Kopfnoten von Parfums genutzt, also für den ersten Geruchseindruck. Herb: Hölzer, Moose, Kräuter usw. Herbe Noten sind in maskulinen Parfums bestimmend. Herznote: zweite, mittlere Phase des Duftablaufs eines Parfums nach Abklingen der Kopfnote. Sie wird vorwiegend von blumigen, würzigen oder holzigen Komponenten geprägt. Hesperiden: Citrusnoten, z.B. Zitronen, Orangen, Mandarinen, Bergamotte, Limette. Heuartig: Naturdüfte, die angeblich vor allem unseren Herren gut stehen würden. Ob hier an den Naturburschen erinnert werden soll? Oder gar an einen Song von gestern? Holzig: Cedernholzöl, Patchouliöl, Vetiveröl und Sandelholzöl. Sie entfalten langsam ihren Duft. Inzens (Weihrauch): aus Harzen oder Balsamen gewonnen. Jasminig: Düfte, die auf dem natürlichen Blütentyp bis hin zu stilisierten und verfremdeten Komplexen reichen. Klassiker: Düfte, die zu ihrer Zeit einen Trend schufen. Klassiker sind aber auch Düfte, die sich schon sehr lange am Markt gehalten haben und/oder eine besonderes harmonische, dem Zeitgeist nicht unterliegende Duftkomposition darstellen. Kölnisch Wasser: eine etwa drei- bis fünfprozentige Parfumöllösung in einem Alkohol-Wasser-Gemisch. Die parfümistische Note „Kölnisch Wasser“ dient mehr zur Erfrischung als zum nachhaltigen parfümieren. Körper: Mitte oder Herznote des Parfüms. Koniferig (pinienartig): erinnert an Fichte, Tanne, Kiefer, Wacholder usw. Kopfnote: erste Phase des Duftablaufs eines Parfums. Sie spielt die entscheidende Rolle beim ersten Eindruck, beim Öffnen des Flakons und beim Auftragen des Parfums auf die Haut. Aufgabe der Kopfnote ist es, Interesse für das Parfum insgesamt zu wecken und Aufmerksamkeit zu erregen. Krautig: erinnern an Kräuter und Drogen. Etwa Beifuß, Salbei, Rosmarin und Lavendel. In maskulinen Parfums weitverbreitet (Fougère). Kreation: Schöpfung einer Parfumölkomposition.
Ledernote: bevorzugt in maskulinen Parfums. |
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